USA: Midterms gelten historisch als Kaufsignal – hält der Trend dieses Jahr an?
Historisch beginnt mit den Kongresswahlen in den USA eine erfolgreiche Zeit an den Märkten.
Foto: APNew York, Düsseldorf. Nach einem turbulenten Börsenjahr hoffen Anleger auf Unterstützung aus den USA. Hier fanden am Dienstag die Kongresswahlen statt. Und in der Vergangenheit waren die sogenannten Midterms häufig der Ausgangspunkt für eine Rally am Aktienmarkt.
Noch werden die Stimmen ausgezählt. Fest steht allerdings, dass der prognostizierte Erdrutschsieg der Republikaner ausgeblieben ist: Sie gewannen zwar Sitze im Repräsentantenhaus hinzu, aber noch ist unklar, wie sich der Senat zusammensetzen und die Wahl endgültig ausgehen wird.
An den US-Börsen hielten sich die Anleger deshalb zunächst zurück. Die wichtigen Indizes Dow Jones und S&P 500 lagen leicht im Minus, die Technologiebörse Nasdaq gab mit minus ein Prozent etwas stärker nach.
Midterms in den USA: Börsen bevorzugen geteilten Kongress
Aktuell erscheint ein geteilter Kongress, bei dem mindestens eine Kammer an die Republikaner geht, für die nächsten zwei Jahre wahrscheinlich. Für die Märkte wäre das das bevorzugte Szenario, erklärt Harm Bandholz, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Fachhochschule Kiel, der viele Jahre Amerika-Chefökonom der Unicredit in New York war. Denn dann könnten „typischerweise keine großen Gesetzesvorhaben oder Steuererhöhungen durchgesetzt werden“.