Wall Street: Wall Street schließt nach guten Inflationsdaten im Plus – Geopolitische Entwicklungen bremsen
Die Teuerung in den USA war zuletzt nicht so stark ausgefallen wir erwartet.
Foto: ReutersNew York. In Erwartung behutsamerer Zinserhöhungen der Notenbank Fed haben die US-Börsen am Dienstag zugelegt. Unbestätigte Berichte über Tote in Polen durch mutmaßlich fehlgeleitete russische Raketen bremsten die Zuwächse im späten Handel aber. Der Dow Jones-Index der Standardwerte schloss 0,2 Prozent höher bei 33.592 Punkten. Der technologielastige Nasdaq rückte 1,5 Prozent auf 11.358 Stellen vor. Der breit gefasste S&P 500 stieg um 0,9 Prozent auf 3991 Zähler.
Zwischenzeitlich hatten die Indizes deutlicher im Plus gelegen. Dann aber erklärte am Abend (MEZ) die polnische Feuerwehr, es habe zwei Tote bei einer Explosion in Przewodow nahe der ukrainischen Grenze gegeben. Der polnische Hörfunk-Sender ZET berichtete, Ursache seien zwei verirrte russische Raketen. Die USA erklärten, man könne das nicht bestätigen und Russland wies die Berichte zurück.
Im frühen Handel hatte der überraschend geringe Anstieg der US-Erzeugerpreise im Oktober die Kurse angetrieben. „Die Daten bestätigen die Hoffnung, dass die Trendwende bei der Inflation erreicht ist“, sagte Robert Pavlik vom Vermögensverwalter Dakota Wealth. Er rechne daher damit, dass die Fed nach vier Zins-Anhebungen von jeweils 0,75 Prozentpunkten in Folge den Satz im Dezember nur um einen halben Prozentpunkt anhebe. Das Tempo im kommenden Jahr hänge von der weiteren Preisentwicklung ab.