Kommentar: Warum Hedgefonds gut für alle Anleger sind
Appetit auf Risiko.
Foto: IMAGO/UPI PhotoInvestoren haben offenbar mehr Appetit auf Risiko als auf Brathähnchen - so sieht es der Londoner Software-Anbieter Portfolio Platform. Der auf die Investmentbranche spezialisierte Dienstleister hat nachgezählt: Die Zahl der Hedgefonds ist im vergangenen Jahr international um mehr als 900 auf gut 30.000 gewachsen. Das ist mehr, als die Fast-Food-Kette Kentucky Fried Chicken weltweit an Filialen hat.
Es ist eine gute Nachricht, dass die Hedgefonds-Branche wächst – und zwar auch für Anleger, die damit direkt gar nichts zu tun haben wollen.
Sicher: Hedgefonds haben in der Öffentlichkeit einen zweifelhaften Ruf. Sie werden mit Gier, Tricksereien und dem märchenhaften Reichtum der Stars dieser Szene in Verbindung gebracht.
Dass mehr als ein Drittel im Steuerparadies Cayman Islands registriert ist, dient auch nicht unbedingt dem Image der Branche, in der es neben den Stars auch jede Menge erfolglose Profis gibt.
Doch sie erfüllen eine wichtige Funktion an der Börse. Schon seit Jahren gibt es in der Breite einen Trend zur passiven Anlage. Immer mehr Anleger kaufen lieber börsengehandelte Fonds (ETF), die einfach einen Index abbilden. Aktiv gemanagte Fonds erzielen oft nur durchschnittliche Ergebnisse, und nach Abzug der Kosten bleibt dann im Schnitt weniger übrig als bei den passiven Billigheimern.