Dow Jones, S&P 500, Nasdaq: US-Anleger halten sich vor Inflationsdaten zurück – Wall Street schließt im Minus
Ein Straßenschild an der New York Stock Exchange.
Foto: ReutersDüsseldorf. Die Anleger warten Börsianern zufolge auf die Daten zu den US-Verbraucherpreisen für August, die am Mittwoch veröffentlicht werden. Der jüngste Anstieg der Ölpreise und starke Wirtschaftsdaten haben Sorgen über eine hartnäckige Inflation geschürt und Zweifel an einem Ende der Straffung der US-Geldpolitik genährt.
"Es sieht so aus, als würde die Fed den September auslassen, aber die Inflationsdaten, die wir bis November erhalten, sind von entscheidender Bedeutung und der Markt ist an einem Punkt angelangt, an dem eine weitere Straffung großen Gegenwind bedeuten könnte", sagte Thomas Hayes von Great Hill Capital LLC..
Ein zuversichtlicher Opec-Konjunkturausblick trieb die Ölpreise weiter an. Ein Fass der Nordseesorte Brent verteuerte sich um 1,7 Prozent auf 92,20 Dollar, US-Öl WTI stieg um zwei Prozent auf 89,07 Dollar. Die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) hält an ihrer Prognose für das Nachfragewachstum für dieses und nächstes Jahr fest und verweist auf ein robustes Wirtschaftswachstum trotz steigender Zinssätze.
Die weltweite Ölnachfrage werde 2024 um 2,25 Millionen Barrel pro Tag steigen, verglichen mit einem Wachstum von 2,44 Millionen Barrel pro Tag 2023, erklärte die Opec in ihrem Monatsbericht. Die Prognosen blieben gegenüber dem Vormonat unverändert. Auch die Aussicht auf ein verknapptes Angebot stützte Händlern zufolge die Preise. Opec-Mitglied Libyen hatte angesichts der verheerenden Flutfolgen des schweren Unwetters seit Samstag vier seiner Ölexportterminals geschlossen.