China: US-Importverbot trifft Drohnen-Weltmarktführer DJI hart
Shanghai. Selbst an diesen kalten Wintertagen summt es über den Parks von Shanghai, wo Kinder mit Mini-Drohnen ihre ersten Flugversuche unternehmen, während Väter wiederum von oben Videos machen. Drohnen sind in China allgegenwärtig – und damit ist das Unternehmen DJI allgegenwärtig. Die Geräte des südchinesischen Herstellers gehören zum Alltag vieler Chinesen, zu Freizeit, Hobby und Kindergeburtstagen. Auch ihr wirtschaftlicher Nutzen steigt, in der Industrie etwa oder bei Chinas zahlreichen Lieferdiensten.
Doch in den USA steht DJI ein drastischer Einschnitt bevor. Kurz vor Weihnachten kündigte die US-Regulierungsbehörde Federal Communications Commission (FCC) an, die meisten ausländischen Drohnen sowie kritische Komponenten für unbemannte Luftfahrtsysteme faktisch zu verbieten, auch wenn es Einzelfallentscheidungen geben soll. Zwar ist DJI nicht namentlich erwähnt. Aber der Schritt richtet sich vor allem gegen den Weltmarktführer, der damit den wichtigen US-Markt verlieren könnte.