IT-Kriminalität: Cyberangriffe: So können sich Mittelständler vor Hackern schützen
Düsseldorf. Der Link in einer E-Mail, ein Dateianhang mit Bitte um Prüfung oder ein öffentliches WLan-Netzwerk in einem Café. Diese und weitere Gelegenheiten ermöglichen es Internetkriminellen in einzelne Computer einzudringen und die Geräte mit Schadsoftware, Verschlüsselungsprogrammen oder Spionageanwendungen zu versehen. Auch ganze Unternehmen können so von Hackern attackiert und infiltriert werden. Besonders begehrt sind dabei Kunden- und Mitarbeiterdaten. Die Gefahr, Opfer von Cyberverbrechern zu werden, ist größer als je zuvor.
Laut der BITKOM-Studie ‘Wirtschaftsschutz 2023‘ entstand deutschen Unternehmen im vergangenen Jahr durch Diebstahl, Industriespionage und Sabotage ein Gesamtschaden von über 200 Milliarden Euro. Vor allem Hackerangriffe und Internetkriminalität trugen hierzu bei. Außerdem wurden 2023 acht von zehn Unternehmen häufiger von IT-Kriminellen angegriffen als 2022. Für die Mehrheit der Unternehmen stellt die Bedrohung durch Cyberattacken eine existenzielle Gefahr dar.
Gerade Mittelständler sind immer öfter im Visier von Hackern. Eine Erhebung der Analysefirma Techconsult belegt, dass 21 Prozent der befragten Unternehmen IT-Sicherheitsmaßnahmen nur unregelmäßig und ohne klare Strategie umsetzen. Sogar acht Prozent der untersuchten Firmen reagieren erst mit Nachbesserungen, wenn sie bereits von einem IT-Sicherheitsvorfall betroffen ist. Diese Ergebnisse verdeutlichen den Nachholbedarf. Nichtstun ist für Nikolaos Kalivianakis, Leiter ‘Digital Solutions‘ im Geschäftskundenbereich von O2 Telefónica, daher keine Option. „Es lohnt sich nicht, einen solcher Schäden im Jahr in Kauf zu nehmen versus sich über die Zeit eine Strategie zu erarbeiten, um so etwas abzuwehren.“ Neben Strafzahlungen an Behörden oder Lösegeldforderungen von Hackern, seien vor allem rechtliche Konsequenzen, Ansehensverlust bei Partnern und Kunden sowie Produktionseinschränkungen oder -stillstände gravierende Folgen für Mittelständler.
Sogenannte ‘Managed Services‘, also IT-Dienstleistungen, die ein Anbieter für seine Kunden übernimmt. Im Bereich Cybersecurity unterstützt beispielsweise der externe Anbieter einen Mittelständler dabei, seine IT-Infrastruktur zu überwachen, Daten vor Hackerangriffen zu schützen und im Falle eines Angriffs mit diversen Fachspezialisten diese Attacke abzuwehren. „In Zeiten von knappen Budgets, Fachkräftemangel und immer ausgefeilteren Cyber-Bedrohungen bietet ein solcher Service eine umfassende Lösung, um sich vor Angriffen und Bedrohungen zu schützen und schnell auf Sicherheitsvorfälle zu reagieren“, argumentiert Nikolaos Kalivianakis.
Von Nikolaos Kalivianakis, Leiter ‘Digital Solutions‘ im Geschäftskundenbereich von O2 Telefónica, erfahren Sie in dieser Episode des Podcast ‘So klingt Wirtschaft‘…
- warum Cybersecurity in Zeiten von Cloud-Computing zwingend notwendig ist.
- warum auch der Mittelstand die Cybersicherheit ernstnehmen muss
- wie Partner dabei helfen, die Digitalisierung mit modernster Absicherung gegen Cyberangriffe voranzutreiben
- und welche praktikablen Cybersecurity-Anwendungen es für Mittelständler gibt.
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