Fonds unter der Lupe: Entzaubert: „Der Zukunftsfonds“ von Lenny Fischer und Kai Diekmann bleibt ein Nischenprodukt
Aktuell liegt das Fondsvolumen bei 27 Millionen Euro.
Foto: Getty ImagesFrankfurt. Als sich Leonhard („Lenny“) Fischer und Kai Diekmann vor viereinhalb Jahren zusammentaten und in die Vermögensverwaltung einstiegen, waren die Erwartungen hoch: „Der Zukunftsfonds“ sollte – auch dank des Promi-Faktors – 20 Milliarden Euro einsammeln.
Die Fondsinitiatoren sollten der Magnet sein, der viele weitere Anleger anzieht. Denn vor mehr als zwei Jahrzehnten machten beide im Alter von 36 Jahren schon einmal Schlagzeilen: Fischer wurde jüngster Vorstand der Dresdner Bank, Diekmann Chefredakteur der „Bild“, Europas größter Boulevardzeitung. Das ist längst Geschichte.
Doch die Wette auf die Zukunft ging nicht auf. Der Start des Mischfonds verlief holprig. Mit Blick auf das 20-Milliarden-Ziel sagt Fischer heute rückblickend: „Das war unser kurzer Moment des Größenwahns.“ Aktuell liegt das Fondsvolumen bei 27 Millionen Euro. Im Konkurrenzvergleich ist das nicht der Rede wert.
Doch die jüngsten Erträge machen den beiden Promis Hoffnung. „Wir haben gut auf das Geld der Anleger aufgepasst, jetzt schon in der zweiten Krise nach dem Pandemie-Börsencrash vor zwei Jahren richtig gut abgeschnitten“, sagt Diekmann.