Musterdepot: Zukunftsdepot: Diese Aktien könnten von der Energiewende profitieren
Frankfurt. Bis 2050 will die EU CO2-neutral sein. Das ist eine der größten Herausforderungen seit Gründung der EU. Und im März verschärfte die EU die Ziele sogar: Statt 32 Prozent sollen Erneuerbare mindestens 42,5 Prozent des Energiemixes ausmachen. Etwa eine Verdoppelung des heutigen Anteils. Eine große Baustelle ist das Stromnetz, das den immer höheren Anforderungen aufgrund der Erzeugung erneuerbarer Energien nicht entspricht.
Das ist eine gewaltige Aufgabe, denn der Strombedarf in Europa soll bis 2035 um 25 bis 50 Prozent steigen. Eine Ladestation für Elektroautos mit 15 Anschlüssen benötigt so viel Energie wie eine Stadt mit 5000 Einwohnern. Waren vor der Energiewende in Europa insgesamt rund 200 bis 300 Kraftwerke am Netz, schloss Eon im Oktober den millionsten Stromgenerator an das deutsche Netz.
Hinzu kommt: Erneuerbare Energien produzieren Strom aus Wind und Sonne mit höheren Schwankungen. Das erfordert intelligente Stromnetze für die Speicherung der Überproduktion und neue Stromnetze mit größerer Kapazität für die Übertragung. Während zum Beispiel im Norden Deutschlands viel Strom durch Offshore-Windenergie erzeugt werden kann, wird dieser im Süden benötigt. Das bestehende Stromnetz kann diesen Ausgleich nicht leisten.