USDC und Co.: Pleite der Silicon Valley Bank wirft Stablecoins aus Balance
Die Pleite der Silicon Valley Bank hat auch den Kryptomarkt aufgewühlt.
Foto: IMAGO/Silas SteinDenver. Das abrupte Aus der Silicon Valley Bank hat auch erhebliche Folgen für die Kryptowelt. So gehört der Stablecoin-Anbieter Circle zu den Kunden der Bank. Dort seien 3,3 Milliarden Dollar an Reserven geparkt, wie Circle am Freitag mitteilte.
Unklar sei, wie sich die Pleite der Bank auf die Guthaben der Kunden auswirke. Insgesamt hat das Unternehmen Reserven im Wert von gut 40 Milliarden Dollar. Die Versuche, das Geld in letzter Minute abzuziehen, seien nicht erfolgreich gewesen, wie das Unternehmen via Twitter kommunizierte.
Circles Mitteilung führte dazu, dass Nutzer im großen Stil den von Circle herausgegebenen Stablecoin USDC zurück in Dollar tauschen wollten. Dadurch verlor der Token seine Bindung zum Dollar und kostete zeitweise weniger als 90 Cent. Auch einige andere Stablecoins rutschten ab. Eigentlich sollten sie – wie es der Name vorgibt – stets den Wert von einem Dollar tragen.
Der große Verkaufsdruck überwältigte offenbar auch die Systeme von Coinbase, einem Geschäftspartner von USDC. Amerikas größte Kryptobörse stoppte in der Nacht zum Samstag die Möglichkeit, USDC zu Dollar zu konvertieren. Erst am Montag, wenn die Banken erneut geöffnet haben, soll das wieder möglich sein. Das sorgte für zusätzlichen Abwärtsdruck.