Dividenden: So holen sich deutsche Anleger die Auslandssteuer zurück
Frankfurt, Düsseldorf. Europas Aktien bieten höhere Ausschüttungen als amerikanische: Im Stoxx 50 mit den größten börsennotierten Konzernen Europas liegt die Dividendenrendite, gemessen an den aktuellen Aktienkursen und den zuletzt ausgeschütteten Dividenden, bei durchschnittlich 3,2 Prozent. In den großen US-Indizes ist sie mit 1,6 Prozent im Dow Jones nur halb so hoch, im breit gefassten S&P 500 beträgt sie sogar nur 1,2 Prozent.
Je stärker die Zinsen und damit auch die Renditen für Staatsanleihen sowie für Tages- und Festgeld fallen, desto mehr gewinnen dividendenstarke Aktien an Attraktivität. Vorausgesetzt, die Dividenden sind sicher.
Das Handelsblatt hat sechs Aktien von internationalen Konzernen herausgefiltert, bei denen die Unternehmen seit mindestens 25 Jahren die Ausschüttungen jedes Jahr erhöhen.
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Fünf der sechs nachfolgend porträtierten Aktien bieten eine hohe Dividendenrendite von mehr als 3,8 Prozent – also mehr als einen Prozentpunkt Vorsprung gegenüber der gängigen deutschen Staatsanleihe mit zehn Jahren Laufzeit. Diese kam am Montag auf 2,7 Prozent. Eine Aktie liegt zwar knapp unter dieser Marke – bietet aber einen anderen, entscheidenden dynamischen Dividendenvorteil.
Bei Ausschüttungen aus dem Ausland gibt es allerdings ein Problem: Meist halten sowohl der ausländische als auch der deutsche Fiskus die Hand auf. Doppelbesteuerungsabkommen sehen zwar vor, dass meist 15 Prozent der ausländischen Quellensteuer auf die deutsche Abgeltungsteuer angerechnet werden.
Viele Länder erheben jedoch mehr als 15 Prozent Quellensteuer, das schmälert die Rendite deutlich. Wir erklären, was Sie tun können, um sich die zu viel gezahlte Steuer vom ausländischen Fiskus zurückzuholen.