US-Notenbank: Trotz Zinssenkung – wie Trump die Spaltung der Fed vorantreibt
Düsseldorf. Es war eine denkwürdige Sitzung der US-Notenbank Fed: Zunächst hatte US-Präsident Donald Trump im Vorfeld monatelang Zinssenkungen gefordert. Dann klärte sich erst im letzten Moment, welche Zentralbanker am Mittwochabend abstimmen durften.
Mit Stephen Miran nahm ein Notenbanker teil, der erst tags zuvor auf Betreiben Trumps ins Amt gehievt worden war. Auch Lisa Cook war anwesend, die Trump eigentlich ihres Amtes entheben wollte. Ein Berufungsgericht untersagte aber am Dienstag ihre Absetzung.
Das Ergebnis des Zinsentscheids war auf den ersten Blick unspektakulär: Die Fed senkte zum ersten Mal seit Dezember 2024 den Leitzins – um 0,25 Prozentpunkte auf eine Spanne von 4,00 bis 4,25 Prozent. Doch der zweite Blick zeigt, wie brisant die Lage auf mehreren Ebenen ist.