Immobilie verschenken?: Wie die Übertragung des Eigenheims zu Lebzeiten funktionieren kann
Ein Sanierungsstau lässt sich verhindern, indem Eigentümer frühzeitig mit ihren Kindern die Zukunft der Immobilie planen.
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Foto: HandelsblattTatsächlich planen die wenigsten Eigentümer Sanierungen im Rentenalter, so die Beobachtung von Ingmar Vergau, Geschäftsführer des Eigentümerverbandes Haus & Grund in Bremen: „Den angesparten Notgroschen erhalten zwar die meisten aufrecht. Aber für ältere Eigentümer ist es oft schwieriger, einen Kredit zu bekommen. Vor allem aber ist die Organisation von Baumaßnahmen – die Suche nach Handwerkern, der Vergleich von Angeboten, die Umsetzungsphase – für sie sehr mühsam.“
In der Folge bleibt manch ein Haus über Jahrzehnte unverändert. Der Sanierungsstau wächst, der Wert der Immobilie sinkt. Das lässt sich vermeiden, indem Eigentümer frühzeitig gemeinsam mit ihren Kindern die Zukunft der Immobilie regeln.
Vor der Übertragung einer Immobilie: Beteiligte sollten sich persönlich treffen
Der erste Schritt dazu ist nicht ganz einfach. „Nachlass hat mit Tod zu tun und ist deshalb in vielen Familien ein Tabu. Entsprechend kostet es Überwindung, dieses Thema anzusprechen“, erklärt Christiane Jendrich, Familientherapeutin und Mediatorin aus Köln. Sie warnt vor Gesprächen zwischen Tür und Angel. „Am besten ist es, einen Termin für ein persönliches Treffen mit allen Beteiligten zu verabreden. Die Initiatoren – egal ob Eltern oder Kinder – sollten ankündigen, worüber sie sprechen möchten.“