Immobilienkonzern: Gericht bestellt KPMG wieder zum Abschlussprüfer der Adler Real Estate
Der Immobilienkonzern sucht seit Monaten nach einem neuen Abschlussprüfer. Nun gibt es Hoffnung.
Foto: Nagel/HandelsblattBerlin, Düsseldorf. Die monatelange Suche des Immobilienkonzerns Adler-Gruppe nach einem Abschlussprüfer könnte ein Ende haben. Das Amtsgericht Berlin-Charlottenburg hat KPMG zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022 der Berliner Tochter Adler Real Estate bestimmt, wie der Konzern am Montag mitteilte. KPMG kann den Auftrag allerdings ablehnen.
Die Wahl fiel ausgerechnet auf jene Prüfungsgesellschaft, die das Mandat für die Adler-Prüfung im vergangenen Mai niedergelegt hatte. Wie schwierig das Verhältnis zwischen dem Konzern und KPMG ist, lässt ein weiterer Satz in der Adler-Mitteilung anklingen: „Die Gesellschaft hat keine Kenntnis davon, ob die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft das Prüfungsmandat annehmen wird.“
KPMG kommentierte die Entscheidung des Gerichts am frühen Abend zunächst nur knapp: „KPMG liegt kein entsprechender Beschluss des Amtsgerichts Charlottenburg vor“, so ein Sprecher. Die Prüfungsfirma verbindet eine turbulente Vergangenheit mit Adler.
Im Oktober 2021 erhob ein Shortseller Betrugs- und Manipulationsvorwürfe gegen den Immobilienkonzern und Personen in dessen Umfeld. Adler wies das zurück und beauftragte zugleich Forensiker von KPMG mit einer Sonderuntersuchung.