Immobilienpreise: In Australien und Neuseeland brechen die Immobilienmärkte ein – Welche Länder werden folgen?
In Australien folgen die Immobilienpreise seit einigen Monaten dem Trend, den Neuseeland vorgegeben hat.
Foto: imago images/ZoonarBangkok. Noch vor Kurzem standen Australien und Neuseeland an der Spitze des globalen Immobilienbooms. Nun brechen die Preise in den beiden Ländern in Ozeanien so stark ein wie nirgendwo sonst auf der Welt. Wer in der neuseeländischen Hauptstadt Wellington vor einem halben Jahr ein Haus kaufte, hat zumindest auf dem Papier bereits erhebliche Verluste zu verzeichnen: Lag der mittlere Hauswert in der Metropole im Februar noch bei 995.000 Neuseeland-Dollar – umgerechnet rund 600.000 Euro –, ist er inzwischen auf 780.000 Neuseeland-Dollar abgesackt.
„Einen so starken Rückgang innerhalb eines halben Jahres haben wir seit Beginn unserer Aufzeichnungen im Jahr 1992 noch nie erlebt“, kommentiert Jen Baird, Chefin des Real Estate Institute of New Zealand (REINZ). Trotz der sinkenden Preise in einem der früher teuersten Immobilienmärkte der Welt, der besonders während der Pandemie stark zulegte, verzeichnen die lokalen Makler immer weniger Abschlüsse: „Die für Käufer positive Entwicklung wird von den Sorgen um steigende Hypothekenzinsen überlagert und wird Verkäufe wohl weiterhin bremsen“, sagt Baird.