Bestandsimmobilien: Wie energetische Sanierungen effektiver gefördert werden könnten
München. Der Staat verteilt reichlich Geld für Gebäudesanierungen, aber die Energiewende stockt trotzdem. Zuletzt lag die Sanierungsquote bei gerade mal 0,69 Prozent – um die Klimaziele zu erreichen, wären aber zwei Prozent nötig.
Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) soll die energetische Modernisierung beschleunigen. Sie sei dafür zentral, sollte aber einfacher und sozial ausgewogener sein, kritisieren nun das Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (Ifeu) sowie die Technische Universität München (TUM). Sie formulieren deshalb einige Reformideen.
Die Grundidee der Wissenschaftler: Die konventionelle Effizienzhaus-Förderung soll wegfallen. Sie bezieht sich auf die komplette Sanierung von Gebäuden, damit diese bestimmte von der Förderbank KfW vorgegebene energetische Standards erfüllen. Stattdessen sollen künftig in erster Linie sinnvolle Einzelmaßnahmen finanziell unterstützt werden.
Eigentümer erhalten allerdings einen Bonus, wenn sie einen Zielzustand erreichen, den die Wissenschaftler als „Zukunftsstandard Altbau“ bezeichnen. Es soll ebenfalls einen Bonus für die energetische Modernisierung eines besonders schlechten Gebäudes geben, damit der Anreiz für eine gesamt- und ganzheitliche energetische Modernisierung erhalten bleibt.