Heizungstausch: Wie Wärmepumpen auch Altbauten effizient heizen
Berlin. In Neubauten ist die Wärmepumpe seit Jahren das beliebteste Heizsystem: Knapp drei Viertel der Ein- und Zweifamilienhäuser sind an eine Wärmepumpe angeschlossen. Unter Mehrfamilienhäusern sind es einer Auswertung des Energieverbands BDEW zufolge rund 46 Prozent.
Im Bestand laufen hingegen noch immer viele Heizungen mit fossilen Energieträgern. Gründe dafür sind nicht nur die hohen Kosten für die Umrüstung auf eine Wärmepumpe, sondern auch Vorbehalte einiger Immobilieneigentümer gegenüber Wärmepumpen. Ein häufiger Einwand lautet: Sie seien nicht für Altbauten geeignet.
Dieses Argument entkräftet eine aktuelle Studie des Fraunhofer-Instituts für solare Energiesysteme (ISE). Sie zeigt: Wärmepumpen können auch Altbauten effizient heizen. Doch viele Anlagen laufen nicht so sparsam wie möglich. Die Ursachen liegen oft nicht in der Gebäudesubstanz, sondern in vermeidbaren Fehlern bei Planung, Installation und Betrieb. Die Forscherinnen und Forscher sehen vor allem bei Auswahl und Einstellungen der Heizungsanlagen Optimierungspotenzial.
Studiendaten zeigen Effizienz von Wärmepumpen in Altbauten
Das Team hat dreieinhalb Jahre Betriebsdaten von 73 Wärmepumpenanlagen mit Blick auf deren Effizienz ausgewertet. Die Geräte befanden sich in Ein-, Zwei- und Dreifamilienhäusern der Baujahre 1826 bis 2001.