Nachhaltige Stadtentwicklung: Deutzer Hafen in Köln wird zum Vorzeigeviertel
- Im Deutzer Hafen soll in den kommenden Jahren ein nachhaltiges Viertel entstehen.
- Unter Nachhaltigkeit verstehen die Beteiligten viel mehr als Klimaschutz.
- Stadtplaner sehen in Projekten wie diesen die Chance, Fehler aus der Vergangenheit auszubessern.
Köln. In der Ellmühle in Köln-Deutz wurde mehr als ein Jahrhundert lang das Mehl der Marke Aurora gemahlen – vielen noch bekannt durch den Slogan „Aurora – mit dem Sonnenstern“. 2021 wurde die Mühle geschlossen, seither liegt das Gelände brach. Im Rahmen des Projekts „Deutzer Hafen“ werden die denkmalgeschützten ehemaligen Mühlengebäude nun umgebaut – und sollen dem neuen Stadtquartier als architektonisches Wahrzeichen erhalten bleiben.
Denn auf dem ehemaligen Hafenareal rund um die beiden Mühlen entsteht unter der Regie der Stadt Köln in den kommenden zehn Jahren ein neuer Stadtteil. Wo heute noch Brachflächen dominieren, sollen künftig rund 6900 Menschen leben und Platz für etwa 6000 Arbeitsplätze geschaffen werden. Geplant ist ein lebendiges, urbanes Viertel mit Kitas, Grundschule, Gastronomie, Kultur- und Freizeitangeboten, Parks, mehreren Stadtplätzen, einer Promenade am Wasser – und direktem Zugang zum Hafenbecken.
„Der Deutzer Hafen bietet die seltene Chance, ein Stück Stadt in einer ganzheitlichen Vision zu entwickeln. Durch innerstädtische Nachverdichtung und Nutzung von Konversionsflächen sowie technische Mindeststandards am Bau und die Einbindung erneuerbarer Energien kommen wir dem Ziel des klimaneutralen Kölns einen großen Schritt näher“, sagt Henriette Reker, Oberbürgermeisterin der Stadt Köln. Der Deutzer Hafen sei in Köln ein Meilenstein nachhaltigen Städtebaus.