Wärmepumpe: Wann die Kühlfunktion eine Alternative zur Klimaanlage sein kann
- Richtig geplant und ausgelegt, können wasserführende Wärmepumpen mit Kühlfunktion eine Alternative zur klassischen Klimaanlage darstellen.
- Die Betriebskosten sind bei passiver Kühlung mit einer Erd- und Grundwasser-Wärmepumpe am geringsten.
- Für die Kühlfunktion braucht es Flächenheizungen.
Berlin. Auch wenn der Sommer in diesem Jahr mit zu viel Regen statt großer Hitze beginnt: Wir müssen uns in Deutschland auf zunehmende Hitzeperioden einstellen. Glücklich, wer sich dann in ein wohltemperiertes Zuhause zurückziehen kann. Klimaanlagen sind eine naheliegende Lösung, um Eigenheim oder Wohnung auf eine angenehme Temperatur zu bringen. Doch Immobilien lassen sich auch mit einer klassischen wasserführenden Wärmepumpe kühlen.
„Bislang spielt das Thema Kühlung bei Wärmepumpen in Wohnungen eine eher untergeordnete Rolle“, sagt Sebastian Herkel, Abteilungsleiter Energieeffiziente Gebäude im Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE). „Es wird jedoch aufgrund der zunehmenden Temperaturen und gestiegener Komfortansprüche wichtiger werden.“
Die Kühlfunktion wasserführender Wärmepumpen hat für Eigentümer mehrere Vorteile: Sie brauchen keine Klimaanlage, sparen also die Kosten für deren Einbau und Betrieb sowie Platz im Gebäude. Zudem stören weder Geräusche noch ein Luftzug, wie sie durch klassische Klimaanlagen entstehen. Denn anders als eine Split-Klimaanlage kühlt eine wassergeführte Wärmepumpe nicht mit kalter Luft, sondern über die Wasserleitungen des Heizungssystems.