Solaranlage: Maximale Ersparnis dank smarter Steuerung des Stromverbrauchs
Berlin. Solarstrom vom eigenen Dach ist günstig. Deshalb sollten Besitzer einer Photovoltaikanlage (PV-Anlage) ihn möglichst effizient nutzen. Das ist allerdings nicht so einfach. Oft passt die Menge des erzeugten Stroms nicht zum aktuellen Bedarf im Haus. Home Energy Management Systeme (HEMS) helfen dabei, das zu ändern.
Die kleinen Boxen sind mit der PV-Anlage verbunden und optimieren den Stromverbrauch ihrer Besitzer. Produziert die Solaranlage gerade Strom, aktivieren sie die angeschlossenen Verbrauchsgeräte. So können tagsüber eine Wärmepumpe ihren Pufferspeicher füllen, ein Batteriespeicher geladen und ein Elektroauto betankt werden.
Einer repräsentativen Umfrage von Statista im Auftrag von Eon zufolge stehen 86 Prozent der Eigenheimbesitzer dem Einbau eines solchen Energiemanagers aufgeschlossen gegenüber. Sie erhoffen sich vor allem niedrigere Stromkosten und einen hohen Eigenverbrauch.
Die Systeme bieten mehrfaches Sparpotenzial. Ist ein intelligenter Stromzähler im Haushalt installiert, lässt sich an zwei Stellschrauben drehen: den Kosten für den Bezug von Netzstrom und den Erlösen für eingespeisten Solarstrom.
Netzstrom ist zu Zeiten niedriger Börsenstrompreise am günstigsten – also vor allem nachts und am Wochenende. Dann lohnt es sich, den Batteriespeicher im Haus zu laden und die Wärmepumpe zu betreiben. Sind die Preise am Markt hoch, kann es sich dagegen rentieren, Solarstrom direkt ins Netz zu leiten, statt ihn zu speichern.