Energie: 1Komma5Grad-Gründer kritisiert Eon-Chef auf LinkedIn scharf
Düsseldorf. Ein Beitrag auf LinkedIn sorgt in der Energiebranche für Aufsehen: Philipp Schröder, Chef und Gründer des Start-ups 1Komma5Grad, geht darin Eon-Chef Leonhard Birnbaum an. Er beginnt seinen Beitrag mit den Worten „Ein (überfälliger) Seitenhieb“ und „Lieber Leo Birnbaum“ und wirft Eon vor, sich als „Fundament der Energiewende zu positionieren“, aber seinen Gewinn größtenteils mit „gesetzlichen Zwangsabgaben“ zu erwirtschaften.
Binnen einiger Stunden reagierten über 1000 Menschen auf den LinkedIn-Post. Der Vorgang findet nicht nur deshalb viel Beachtung, weil Schröder und Birnbaum sich bislang öffentlich gegenseitig bestärkt haben und erst kürzlich mit einvernehmlichen Positionen in einem 1Komma5Grad-Podcast auftraten, sondern auch, weil Schröder darin ein sensibles Grundsatzthema der Energiewende adressiert: deren Kosten.
In seinem Beitrag bezieht sich Schröder auf ein Podcast-Interview, das Birnbaum kurz zuvor dem Medium „Table“ gegeben hatte und in dem er unnötige Kosten der Energiewende beklagt. Dabei verursacht Eon aus Schröders Sicht selbst hohe Kosten. Dem Handelsblatt sagte er: „Es gibt ein zentrales Problem, über das Leo Birnbaum nie spricht – nämlich dass Eon massiv von den überdimensionierten und teuren Stromnetzen profitiert.“