Immobilienpreisentwicklung: Wo Immobilienpreise noch weiter steigen und wo nicht
Wo steigen die Preise, wo sinken sie?
Foto: HandelsblattFrankfurt. Selbst Prominenz hilft nichts mehr. Mehrere Monate suchte Norbert Walter-Borjans in Köln erfolglos nach einer Wohnung. Weil er seine bisherige Bleibe seinem ältesten Sohn und dessen Frau überlassen hatte, lernte der frühere SPD-Bundesvorsitzende höchstpersönlich, wie umkämpft der deutsche Wohnungsmarkt inzwischen ist. „Meist waren schon 50 oder mehr Interessenten vor uns im Rennen“, erzählte er jüngst in einem Interview. „Jetzt hatten wir endlich Glück.“
Die Suche des SPD-Politikers zeigt plastisch, was derzeit auf dem deutschen Immobilienmarkt los ist. Seit Jahren gehen die Preise nach oben. Lohnt sich ein Immobilienerwerb noch?
Eine der renommiertesten Untersuchungen darüber ist der jährliche Wohnatlas der Postbank, den das Hamburger Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) für die Bonner erstellt. Die neue Kaufpreisprognose der Experten für die Immobilien in Deutschland, die bis ins Jahr 2035 reicht, liegt dem Handelsblatt exklusiv vor.
Immobilienpreise: Prognose des Postbank-Wohnatlas für Deutschland bis 2035
Die Analyse blickt dabei detailliert auf die Aussichten bis zur Mitte des nächsten Jahrzehnts und bricht diese Prognose bis auf die Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte herunter. Es entsteht so eine detaillierte ökonomische Landkarte des deutschen Immobilienmarktes in den Jahren nach Corona – mit teilweise überraschenden Einsichten.