Cathie-Wood-Aktie: Short-Attacke von Hindenburg auf Gaming-Plattform Roblox
Düsseldorf. Die Aktie des Online-Spieleplattform Roblox steht unter Druck. Die Titel des US-Konzerns gaben an der Wall Street bis zu neun Prozent nach, konnten die Verluste im weiteren Handelsverlauf aber mehr als halbieren.
Auslöser ist ein Bericht des Investment-und Analyse-Haus Hindenburg Research. Darin wirft es Roblox vor, wichtige Kennzahlen aufgebläht zu haben und behauptet, es gäbe auf der Plattform unzureichende Vorkehrungen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen.
Hindenburg verkündete, dass es deshalb auf einen fallenden Aktienkurs setzt. Roblox hat auf die Vorwürfe bislang nicht reagiert.
Roblox ist seit März 2021 an der Börse notiert. Einen Unternehmensgewinn konnte es seitdem aber nicht erwirtschaften. Auch für dieses und die nächsten beiden Jahre rechnen Analysten mit Verlusten.
Der Markt für Online-Spiele gilt allerdings als wachstumsstark. Im Flaggschifffonds der bekannten Tech-Investorin Cathie Wood ist es das derzeit viertgrößte Unternehmen mit einem Gewicht von gut sechs Prozent.
Hindenburg ist für solche „Short-Attacken“ wie jetzt auf Roblox bekannt. Dafür leihen sich sogenannte Shortseller Aktien, von denen sie glauben, dass der Kurs fallen wird, und verkaufen sie sofort. Sie setzen darauf, dass sie die Aktie vor dem Rückgabetermin günstiger zurückkaufen können. Die Differenz zwischen Verkaufs- und Rückkaufpreis ist ihr Gewinn.