Berkshire Hathaway: Buffett spricht sich gegen Trumps Zoll-Kurs aus
Omaha. Die größte Überraschung kam zum Schluss: Warren Buffett will nach 60 Jahren an der Spitze seines Konzerns Berkshire Hathaway den Weg frei machen für seinen Nachfolger. „Die Zeit ist gekommen“, sagte Buffett am Samstag bei seiner Hauptversammlung in Omaha.
Damit hat er viele überrascht, selbst Greg Abel, der schon seit vielen Jahren sein designierter Nachfolger ist, wusste nichts davon. Bei einer Sitzung des Verwaltungsrates am Sonntag soll der Schritt finalisiert werden, so Buffett. Der Star-Investor, der im August 95 Jahre alt wird, werde dennoch weiter ansprechbar bleiben, so Buffett.
Stunden zuvor begann die Hauptversammlung aber mit einem ganz anderen Thema – einer der brennendsten Fragen für viele Aktionäre: Wie steht Warren Buffett zur Zoll-Politik von US-Präsident Donald Trump? Der CEO von Berkshire Hathaway kam direkt auf den Punkt. „Handel sollte nicht als Waffe eingesetzt werden“, stellte der Star-Investor klar. Die USA sollten mehr mit dem Rest der Welt handeln, nicht weniger. „Wir sollten das tun, was wir am besten können, und andere Länder sollten das tun, was sie am besten können.“