Digitalwährung: Ende von Zuckerbergs Libra-Traum? Facebooks Kryptoprojekt steht offenbar vor dem Aus
An dem Projekt der Digitalwährung Libra ist der Konzern Facebook, der mittlerweile unter dem Namen Meta firmiert, beteiligt.
Foto: APNew York, Düsseldorf. Mark Zuckerberg wollte, dass die ganze Welt mit „Libra” zahlt statt in lokalen Währungen. Doch Politiker rund um den Globus stellten sich dem Facebook-Gründer so entschieden entgegen wie nie zuvor. Jetzt wird sich die in „Diem Association” umbenannte Libra-Organisation laut einem Bericht von Bloomberg wohl auflösen. Das Prestige-Projekt steht vor dem Aus.
Die von Facebook gestartete Kryptoinitiative erwägt dem Bericht zufolge, ihre Vermögenswerte zu verkaufen und Kapital an die Investoren zurückzuführen. Bloomberg beruft sich auf Insider. Weder die Diem-Organisation, die im vergangenen Jahr von Genf in die USA gezogen war, noch Facebook äußerten sich auf Handelsblatt-Nachfrage zu dem Bericht. Auch zum gestiegenen Druck durch die US-Politik wollte der Konzern nichts sagen.
Doch viel spricht dafür, dass die Regulatoren den Techkonzern und seine Mitstreiter beim weltweit wohl ambitioniertesten Digitalwährungsprojekt zum Aufgeben zwingen - und das in einer Zeit, in der Kryptowährungen auf dem Vormarsch und zur großen Vision für das künftige Bezahlen im Internet geworden sind.