Kryptowährungen: Die Hüter der „schlauen Verträge“
Ein großer Teil der Anwendungen im sogenannten dezentralen Finanzwesen basieren auf der Ethereum-Blockchain
Foto: ReutersFrankfurt. „Gehalt 300.000 Dollar pro Jahr – Wie werde ich Smart Contract Auditor?“ Videos wie dieses, erstellt vom französischen Youtuber Julien Klepatch, finden bei Krypto-Fans enorme Beachtung, sogar im aktuellen Bärenmarkt.
Denn „Smart Contract Auditors“ zählen zu den Schlüsselakteuren der neuen dezentralen Finanzwelt, „Defi“ genannt. Der Grund: Selbst in einer Welt, die ohne Mittelsmänner wie Börsen oder Banken auskommen will und stattdessen auf automatisierte „schlaue Verträge“ setzt, die deren Aufgaben übernehmen, ist Kontrolle erforderlich.
Zwar beträgt das Gesamtvermögen, das im Defi-Bereich über Smart Contracts eingelagert ist, derzeit mit 41 Milliarden Dollar weniger als die Hälfte der über 100 Milliarden vom vergangenen November, als der Bitcoin sein Allzeithoch erreichte.
Doch noch immer sind die Transaktionen beachtlich – und die Verträge daher ein beliebtes Ziel für Hacker. Deshalb untersuchen die Prüfer die Verträge im Idealfall, noch bevor diese auf den Markt kommen. Die Macher minimieren so das Risiko, dass Kunden abspringen. Und die Nutzer haben eine zusätzliche Kontrollinstanz für die Sicherheit ihres investierten Geldes.