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Dax aktuellDax schließt leicht im Plus – Deutsche Bank als Tagessiegerin

Durchwachsene Einkaufsmanagerindizes ließen Anlegerinnen und Anleger auf eine Zinssenkung hoffen. Umso gespannter wurden die EZB-Protokolle erwartet.Alisa Swoboda 22.08.2024 - 18:17 Uhr aktualisiert Artikel anhören
Kurstafel an der Frankfurter Börse. Foto: Getty Images, Montage

Frankfurt. Die jüngsten Konjunkturdaten haben dem Dax ins Plus verholfen. Der deutsche Leitindex schloss am Donnerstag rund 0,2 Prozent im Plus bei 18.493 Punkten.

Die Investoren hoffen, dass die durchwachsenen Einkaufsmanagerindizes für die Euro-Zone im August die Europäische Zentralbank (EZB) zu weiteren Zinssenkungen in diesem Jahr bewegen könnten. Die Währungshüter um EZB-Chefin Christine Lagarde versuchen, mit erhöhten Zinsen die Inflation einzudämmen, ohne die Konjunktur abzuwürgen.

Die Wirtschaft im Euroraum steigerte zwar einer Umfrage zufolge ihr Wachstumstempo. Der Anstieg des Barometers hänge aber wohl mit den Olympischen Spielen in Paris zusammen, sagte Cyrus de la Rubia, Chefvolkswirt der Hamburg Commercial Bank.

Es sei zu bezweifeln, dass diese Dynamik in die nächsten Monate hinübergerettet werden könne – auch, weil sich in Deutschland das Wachstumstempo im Servicesektor deutlich verlangsamt.

„Die Wirtschaft benötigt dringend Unterstützung in Form von Zinssenkungen“, erklärte Jean-Paul van Oudheusden, Analyst bei der Handelsplattform eToro. Für die Anleger sei dies allerdings nichts Neues. Die Reaktionen bei Aktien, Anleihen und dem Euro blieben daher verhalten.

EZB-Protokolle und Jackson Hole im Blick

Die Investoren erwarteten Signale zum Zinskurs der EZB. Am Donnerstagmittag veröffentlichte die Zentralbank das Protokoll der jüngsten Zinssitzung vom 17. und 18. Juli. Darin heißt es, die Zinssitzung Mitte September werde als guter Zeitpunkt angesehen, um das Ausmaß des restriktiven Kurses neu zu bewerten.

Die Währungshüter bekräftigten laut Protokoll bei ihren Beratungen, wie wichtig es sei, die Inflation rechtzeitig und nachhaltig auf das Zielniveau zu senken. Das sei nicht nur wichtig für die Glaubwürdigkeit der Notenbank. Eine weitere Verzögerung sei auch mit hohen Kosten verbunden. Die EZB strebt 2,0 Prozent Inflation an, im Juli lag die Rate im Euroraum bei 2,6 Prozent.

Börsianer hielten auch die Entwicklungen in der US-Geldpolitik im Blick. Am Donnerstagnachmittag steht der Startschuss für die dreitägige Notenbankkonferenz in Jackson Hole im US-Bundesstaat Wyoming an.

„Bereitet Fed-Chef Powell am Freitag nun noch den Boden für eine vielleicht auch größere Zinssenkung im September, blieben die Börsenampeln auf grün und nach der Schrecksekunde im August spräche nicht viel gegen einen positiven Herbst an der Börse“, sagte Jürgen Molnar, Stratege beim Broker RoboMarkets. Bereits auf ihrer jüngsten Sitzung fassten die Währungshüter den Protokollen zufolge eine erste Zinssenkung konkret ins Auge.

Blick auf die Einzelwerte

Deutsche Bank: Die Titel des Geldhauses rückten zwischenzeitlich um knapp vier Prozent vor. Die Deutsche Bank hat sich vor einem drohenden Urteil im Streit über die Übernahme ihrer Tochtergesellschaft Postbank mit einem Großteil aller Kläger nach eigenen Angaben außergerichtlich geeinigt.

CTS Eventim: Gefragt waren auch die Papiere des Ticketvermarkters und Konzertveranstalters, die um 5,8 Prozent in die Höhe sprangen. Erfolgreich vermarktete Konzerte und Veranstaltungen wie die Olympischen Spiele bescherten dem Unternehmen einen Wachstumssprung im zweiten Quartal.

JD Sports: An der Börse in London griffen Investoren bei dem britischen Sportbekleidungshersteller zu. Die Papiere von JD Sports kletterten um 8,4 Prozent und waren damit die größten Gewinner im Leitindex FTSE 100. Das Unternehmen verzeichnete im zweiten Quartal trotz der jüngsten Volatilität in der Branche ein Umsatzwachstum. Hintergrund sei der Erfolg des Mehrmarken-Geschäftsmodells.

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Aegon: In Amsterdam setzten durchwachsene Zahlen den niederländischen Versicherer Aegon unter Druck. Die Aktien rutschten um gut sieben Prozent ab und waren damit die größten Verlierer im Amsterdamer Leitindex. Das Betriebsergebnis von Aegon fiel im ersten Halbjahr 2024 um acht Prozent. Grund sei vor allem ein Anstieg der Ansprüche aus Lebensversicherungen in den USA gewesen.

Mit Agenturmaterial.

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