Dow Jones, S&P 500, Nasdaq: Hohe Erzeugerpreise bremsen US-Börsen – Wall Street schließt praktisch unverändert
Düsseldorf, New York. Inflationssorgen sind an die Wall Street zurückgekehrt. Die Erzeugerpreise stiegen im Juli deutlich stärker an als erwartet, wie das Arbeitsministerium in Washington am Donnerstag mitteilte.
Es ist der größte monatliche Anstieg seit mehr als drei Jahren. Im Vergleich zum Vorjahresmonat legten die Erzeugerpreise sogar um 3,3 Prozent zu. Das trübte die Stimmung an den US-Aktienmärkten zu Handelsbeginn. Im weiteren Handelsverlauf näherten sich die Indizes ihren Schlusskursen des Vortags und schlossen quasi unverändert.
- Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schließt bei 44.911 Zählern und damit nahezu unverändert.
- Der breiter gefasste S&P 500 liegt zum Handelsschluss bei 6468 Punkten und damit ebenfalls auf Vortagsniveau.
- Der Index der Technologiebörse Nasdaq schließt ebenfalls annähernd unverändert bei 21.710 Punkten.
Die Erzeugerpreise dienen als Frühindikator für die Verbraucherpreise. Optimismus wegen US-Inflationsdaten hatte in den vergangenen Tagen noch für Rekorde in mehreren Anlageklassen gesorgt: Sowohl wichtige Indizes an der New Yorker Börse als auch die Kryptowährung Bitcoin erreichten in dieser Woche Höchststände.
Die Preise in den Vereinigten Staaten waren weniger stark gestiegen als erwartet. Die Inflation beträgt derzeit 2,7 Prozent und liegt somit oberhalb der Zielmarke der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) von zwei Prozent. Im Juli allerdings kletterte die Kerninflation – also die Teuerung ohne die schwankungsanfälligen Preise für Energie und Lebensmittel – auf 3,1 Prozent.