Märkte Insight: Eine Frage der Intelligenz: In den USA ist es Zeit für eine Zinspause
US-Korrespondentin Astrid Dörner blickt voraus. Die nächste Sitzung findet Anfang Mai statt.
Foto: HandelsblattSundar Pichai sucht nach den richtigen Superlativen. Künstliche Intelligenz (KI) sei „die tiefgreifendste Technologie, an der die Menschheit arbeitet“, sagte der Chef von Googles Mutterkonzern Alphabet am Sonntag im US-Sender CBS. Die Technologie werde größere Auswirkungen haben „als Feuer, Elektrizität oder irgendetwas, das wir in der Vergangenheit jemals gemacht haben“.
Seit Monaten tobt ein Wettstreit der Technologieunternehmen um die besten Anwendungen von Künstlicher Intelligenz, angetrieben von ChatGPT. Auch bei den Anlegern weckte das neue Euphorie. Die Alphabet-Aktie gewann in diesem Jahr 22 Prozent. Der Softwarekonzern Microsoft, der an Open-AI, dem Entwickler von ChatGPT, beteiligt ist, legte seit Anfang Januar an der Börse um 19 Prozent zu. Das gab auch den breiteren US-Indizes Auftrieb, in denen Technologiekonzerne eine große Rolle spielen.
Längst haben Banken und andere Großkonzerne das Potenzial der Technologie erkannt, die auch viele Arbeitsplätze überflüssig machen könnte. Daher ist es höchste Zeit, dass sich Notenbanken, allen voran die Fed in den USA, stärker mit dem Thema beschäftigen.