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CommerzbankDer Unicredit-Chef macht seinen Job, und er macht ihn gut

Der Kanzler tobt, doch die Italiener lassen sich nicht davon abbringen, die Commerzbank zu übernehmen. Chef Andrea Orcel beweist taktische Cleverness – und erweist Europa einen Gefallen. Ein Kommentar.Thomas Sigmund 25.09.2024 - 13:04 Uhr
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Andrea Orcel: Der Unicredit-Chef lässt sich bei einer möglichen Übernahme der Commerzbank nicht abwimmeln. Foto: REUTERS

Die italienische Unicredit will die Commerzbank übernehmen. Und zwar ganz, selbst wenn die Commerzbank und ihr größter Aktionär – der Bund – das aktiv zu verhindern suchen.

Nachdem sich die Unicredit vor kaum zwei Wochen neun Prozent der Anteile gesichert und dabei vor allem die Politik überrumpelt hatte, überraschten die Italiener am Montag erneut: Sie sicherten sich Optionen auf rechnerisch 21 Prozent der deutschen Mittelstandsbank.

Man hätte ahnen können, dass sich die Unicredit nicht mit der Rolle als Minderheitseigner abfinden würde. Zwar hielt sich Bankchef Andrea Orcel nach der Absage des Bunds an weitere Anteilsverkäufe zunächst bedeckt. Ein Kniff, um den Aktienkurs  der Commerzbank nicht in die Höhe zu treiben, bevor die Unicredit Tatsachen geschaffen hatte. Da kann Kanzler Olaf Scholz aus New York noch so sehr toben. Unterm Strich kann man sagen: Der Unicredit-Chef hat seinen Job gemacht.

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