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Kommentar Buffetts Zurückhaltung lässt darauf schließen, dass er neue Kurseinbrüche erwartet

Der Starinvestor zeigt sich als großer Amerika-Fan, doch mit Investments hält er sich derzeit zurück. Buffett sendet pessimistische Signale.
03.05.2020 - 17:02 Uhr Kommentieren
Warren Buffett: Star-Investor hält sich mit Investitionen zurück Quelle: via REUTERS
Warren Buffett

Zum ersten Mal hat er die Hauptversammlung von Berkshire Hathaway online abgehalten.

(Foto: via REUTERS)

New York Warren Buffett schwärmt gern von den USA. Fast zwei Stunden verbrachte er auf seiner Hauptversammlung damit, über die Geschichte und die Widerstandsfähigkeit des Landes zu philosophieren, und endete schließlich mit dem Fazit: „Die amerikanische Magie hat immer gesiegt.“ Und: „Wetten Sie niemals gegen Amerika.“

Der Chef des Konglomerats Berkshire Hathaway ist ein ewiger Optimist. Was ihm hilft, ist sein ungewöhnlich langer Zeithorizont. Er denkt in Spannen von 50 Jahren. Da ist es einfach zu sagen, dass vor 50 Jahren vieles schlechter war und in 50 Jahren vieles besser sein wird. Kurzfristig jedoch sendet Buffett pessimistische Signale – und auf die kommt es an.

Der Starinvestor, der seit Jahren auf günstige Kaufgelegenheiten wartet, hat sich während der Kurseinbrüche im März überraschend stark zurückgehalten. Auch seine eigene Aktie hat er nur in kleinen Mengen zurückgekauft. Und das, obwohl sie in diesem Jahr rund 20 Prozent verloren hat und damit deutlich mehr als der breiter gefasste Index S&P 500, mit dem sich Buffett gern misst.

Im April trennte sich Buffett sogar von allen seinen Airline-Investments und nahm dabei einen Verlust von ein bis zwei Milliarden Dollar in Kauf. Delta und Southwest gehörten Anfang des Jahres noch zu seinen zehn größten Aktienbeteiligungen. Nun jedoch will Buffett nichts mehr mit der Branche zu tun haben. Da kann auch der langfristige Horizont nicht helfen.

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    Berkshire Hathaway ist auf mehreren Ebenen von der Coronakrise betroffen. Die Krise der Airlines etwa schlägt auch bei der Industrietochter Precision Castparts durch – Buffetts bislang teuerste Akquisition. Das Unternehmen liefert Teile für den Flugzeugbauer Boeing, der vor der Krise bereits angeschlagen war.

    Warren Buffett trennt sich von allen Beteiligungen an US-Airlines

    Retter in der Finanzkrise

    Die Eisenbahntochter BNSF leidet unter geringerer Nachfrage, ebenso wie eine Reihe der 80 Mittelständler, die ebenfalls zu Berkshire gehören. Buffett spricht von Stellenabbau, wenn auch in überschaubarem Maße. Einige kleine Unternehmen aus seinem Imperium würden die Krise gar nicht erst überleben.

    In der Finanzkrise hat sich Buffett, der in diesem Jahr 90 wird, schnell als Retter positioniert. Doch Corona ist anders. Wenn es um Beteiligungen und Übernahmen geht, hat er heute zudem deutlich mehr Konkurrenz. Die Private-Equity-Branche hat ihre Koffer ebenfalls bestens gefüllt und ist anders als Buffett bereit, viel höhere Preise zu bezahlen.

    Buffetts Zurückhaltung lässt darauf schließen, dass er eine neue Welle an Kurseinbrüchen erwartet. Damit ist er nicht allein. Es wird noch eine Weile dauern, bis sich die „amerikanische Magie“ durchsetzen wird, sowohl für die US-Wirtschaft als auch für Berkshire Hathaway.

    Mehr: Berkshire-Hathaway-Hauptversammlung – Zum ersten Mal fand das „Woodstock für Kapitalisten“ nur online statt.

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