CDU-Politiker: Friedrich Merz mit dem Coronavirus infiziert
Der Kandidat für den CDU-Vorsitz hat sich angesteckt.
Foto: imago images/ReichweinBerlin. Der Wahlkampf um den CDU-Vorsitz ist wegen der Corona-Epidemie ausgesetzt; der für den 25. April geplante Parteitag wurde wie alle größeren Veranstaltungen auf unbestimmte Zeit verschoben. Nun wurde bekannt, dass einer der aussichtsreichsten Kandidaten, Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz, persönlich betroffen ist.
„Ein am Sonntag bei mir durchgeführter Corona-Test ist positiv. Ich werde bis Ende nächster Woche zuhause unter Quarantäne stehen“, teilte Merz am Dienstag mit. „Zum Glück habe ich nur leichte bis mittlere Symptome“, schrieb der 64-Jährige auf Twitter. Er habe alle Termine abgesagt. „Ich folge strikt den Anweisungen des Gesundheitsamtes.“
Vor drei Tagen hatte Merz eine Videobotschaft veröffentlicht, in der er zu Solidarität aufrief. „Das Wichtigste in der Corona-Krise ist, dass wir zu einem neuen Miteinander finden.“ Die Verschiebung des CDU-Parteitages hatte Merz begrüßt.
„Die Gesundheit der Menschen in Deutschland hat Vorrang“, sagte er nach der Entscheidung vergangene Woche. Einen neuen Termin für das Treffen der 1001 Delegierten gibt es noch nicht. Es ist unklar, ob die Wahl angesichts der aktuellen Lage vor der Sommerpause stattfinden kann.
Neben Merz bewerben sich der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet, der im Team mit Gesundheitsminister Jens Spahn antritt, sowie CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen.
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