Corona: BQ.1 und BQ.1.1: Neue Omikron-Subvarianten gelten als noch ansteckender
Der Rückgang der Corona-Neuinfektionen dürfte trügerisch sein, mahnen Experten.
Foto: dpaDüsseldorf. Während die Infektionszahlen in Deutschland zurückgehen, setzen sich offenbar zunehmend bestimmte Abkömmlinge der Omikron-Subvariante BA.5 durch. Das geht aus dem Wochenbericht des Robert Koch-Instituts (RKI) von Donnerstagabend hervor.
Seit Ende August beziehungsweise Anfang September verzeichne man einen deutlichen Anstieg des Anteils der Erreger BQ.1 und „Höllenhund“ BQ.1.1 in Stichproben, heißt es darin.
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Bei den Coronazahlen zeichnet sich seit Kurzem ein abnehmender Trend ab. „Bei den Erkrankungszahlen durch Covid-19 deutet sich eine gewisse Entspannung an“, schreibt das RKI in seinem Wochenbericht. Dieser bezieht sich größtenteils auf die vergangene Woche und beinhaltet neben der Sieben-Tage-Inzidenz zahlreiche weitere Indikatoren.
Ob es sich um einen nur vorübergehenden Rückgang handelt, der auch mit den Herbstferien in vielen Bundesländern verbunden ist, oder ob er sich fortsetzt, bleibt abzuwarten, wie das RKI schreibt. Schulferien beeinflussten sowohl das Kontakt- als auch das Testverhalten.
„Der Infektionsdruck ist jetzt im Herbst in allen Altersgruppen der Allgemeinbevölkerung hoch“, hält das RKI fest. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das Institut am Freitagmorgen mit 464,1 an. Am Vortag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 493,4 gelegen.