Energie: Solarpaket könnte Strompreise massiv fallen lassen
Berlin. Die Ampel-Fraktionen haben sich auf das „Solarpaket I“ verständigt. Neue Regeln sollen dabei helfen, den Ausbau der Photovoltaik (PV) schneller voranzutreiben. In wenigen Tagen dürfte das Gesetz vom Bundestag beschlossen werden. Die Solarbranche begrüßt das „Solarpaket I“, doch die Folgen für den Strommarkt und die Netze könnten gravierend sein.
Mit dem „Solarpaket I“ will die Ampelkoalition dazu beitragen, den Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung bis 2030 auf mindestens 80 Prozent zu steigern. Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums haben erneuerbare Energieträger im vergangenen Jahr 52 Prozent des Stromverbrauchs in Deutschland gedeckt.
Bis 2030 sollen Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von 200 Gigawatt (GW) installiert sein. Aktuell sind es 82 GW. Allein im vergangenen Jahr waren 14,6 GW hinzugekommen – ein Rekordwert. Mit dem Solarpaket wachsen die Chancen, dass dieser Rekord in den nächsten Jahren übertroffen wird.
Mehr Anlagen und eine einfache Installierung würden zu mehr Sonnenstrom auf dem Markt führen. Fachleute gehen davon aus, dass sich die Phasen, in denen sich der Sonnenstrom nicht mehr verwenden lässt, innerhalb kurzer Zeit verdoppeln werden.