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Ausfuhren Exportweltmeister China steigert Marktanteil – Deutschland bleibt auf dem dritten Platz

Die Corona-Pandemie lässt die Weltmarktanteile führender Industrienationen einbrechen. Doch Deutschland schlägt sich im Vergleich gut – auch dank der Nachfrage aus China.
12.02.2021 Update: 12.02.2021 - 11:28 Uhr Kommentieren
Die Volksrepublik hat in der Pandemie gefragte Güter hergestellt. Quelle: dpa
Containerterminal in China

Die Volksrepublik hat in der Pandemie gefragte Güter hergestellt.

(Foto: dpa)

Berlin China hat im Corona-Jahr 2020 dem Ifo-Institut zufolge seine Stellung als Exportweltmeister gegenüber seinen härtesten Rivalen USA und Deutschland ausgebaut. Der Weltmarktanteil der Volksrepublik im Warenhandel kletterte um 1,5 Punkte auf 14,5 Prozent, sagte Ifo-Experte Christian Grimme am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. Der Anteil der USA sank hingegen um rund einen halben Punkt auf 8,5 Prozent, der von Deutschland um 0,1 Punkte auf acht Prozent.

„China ist deutlich früher aus der Corona-Krise herausgekommen als die westlichen Länder“, sagte Grimme zu der wachsenden Bedeutung der Volksrepublik im Welthandel. „Zudem stellt das Land viele Waren her, die in der Krise besonders gefragt sind – von Schutzausrüstungen wie Masken bis hin zu Hilfsmitteln für das Home Office, etwa Bildschirme und Laptops.“

Von den westlichen Industriestaaten habe sich Deutschland vergleichsweise gut geschlagen, sagte Grimme angesichts des nahezu stabilen Weltmarktanteils. „Die deutsche Industrie profitiert beispielsweise davon, dass China verstärkt Investitionsgüter wie Maschinen und Fahrzeuge bestellt hat.“

Großbritannien, Frankreich und Japan hätten deutlichere Verluste bei ihren Weltmarktanteilen hinnehmen müssen. Dem Statistischen Bundesamt zufolge sind die deutschen Ausfuhren 2020 wegen der Corona-Rezession bei wichtigen Handelspartnern so stark eingebrochen wie seit der Finanzkrise 2009 nicht mehr, und zwar um 9,3 Prozent auf gut 1,2 Billionen Euro.

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    Neben China konnten auch andere asiatische Länder wie Malaysia, Vietnam oder auch Taiwan ihren Weltmarktanteil ausbauen. „Das Corona-Infektionsgeschehen wurde auch dort besser und nachhaltiger in den Griff bekommen als in der westlichen Welt“, sagte Grimme.

    Zudem habe China angesichts des Handelskonfliktes mit den USA verstärkt Waren in Länder wie Vietnam geliefert und von dort in die USA geschickt, um Strafzölle zu umgehen. Zudem werde der innerasiatische Handel stärker. „Die Märkte sind immer besser erschlossen, wobei sich die Länder dort gegenseitig befruchten“, sagte Grimme.

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    Mittelfristig dürfte auch die im vergangenen Jahr zwischen 15 Ländern abgeschlossene Freihandelsabkommen Regional Comprehensive Economic Partnership (RCEP) zur dynamischen Entwicklung der Asien-Pazifik-Region beitragen.

    „Die Einlassung, dass das 21. Jahrhundert das asiatische Jahrhundert sein wird, ist keine Prognose, sondern spiegelt Realitäten wider“, sagte der Vorsitzende des Asien-Pazifik-Ausschusses, der deutschen Wirtschaft, Joe Kaeser, kürzlich zu Reuters. „China baut seinen Anspruch auf wirtschaftliche Vormachtstellung in der Welt konsequent und zielstrebig aus.“

    Mehr: DIW-Chef Fratzscher: Wirtschaftsboom 2021 keineswegs ausgemachte Sache

    • rtr
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