Coronakrise in Italien: Italienische Regierung beschließt Hilfspaket von fünf Milliarden
Die Koalition von Ministerpräsident Giuseppe Conte verkündete am Dienstagabend, ein weiteres Hilfspaket von 5,4 Milliarden Euro auf den Weg zu bringen. Erste Zahlungen soll es schon Mitte November geben.
Foto: AFPRom. Dieses Mal ist die Regierung in Rom schnell: Nur einen Tag nachdem neue Einschränkungen in Italien in Kraft getreten sind, verabschiedete die Koalition von Premier Giuseppe Conte am Dienstagabend ein neues Hilfsprogramm mit einem Volumen von 5,4 Milliarden Euro als Nettoneuverschuldung. Wirtschafts- und Finanzminister Roberto Gualtieri erklärte, dass die ersten Zuschüsse schon Mitte November geleistet werden sollen.
Seit Anfang der Woche gelten wegen der weiterhin steigenden Zahl von Corona-Neuinfektionen neue Regeln in Italien. Restaurants und Bars müssen um 18 Uhr schließen, die Theater und Kinos werden komplett zugemacht ebenso wie Spielhallen, Schwimmbäder und Fitnessstudios.
Das hat zu einem großen Protest der Betroffenen geführt. Viele Inhaber und Geschäftsführer fürchten die Insolvenz, wenn die Kunden wegbleiben. Der Handelsverband Confcommercio hat die Verluste durch die neuen Maßnahmen auf 17,5 Milliarden Euro geschätzt.
Im ganzen Land steigt der Unmut über die neuen Beschränkungen der Regierungen, der dem langen Lockdown von März bis Mai immer ähnlicher wird. Die Straßen sind am Abend leer. In Mailand, Turin, Neapel und Rom kam es am Montag- und am Dienstagabend zu Ausschreitungen.