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Coronavirus Türkei stellt alle Passagiere einer Turkish-Airlines-Maschine unter Quarantäne

Nach dem Bekanntwerden erster Coronavirus-Fälle im Iran erhöhen türkische Behörden die Sicherheitsmaßnahmen – und isolieren 132 Flugzeugpassagiere.
25.02.2020 - 15:00 Uhr Kommentieren
Medienberichten zufolge soll bei zwölf Personen an Bord der Maschine Fieber festgestellt worden sein. Quelle: Reuters
Krankenwagen an der Turkish-Airlines-Maschine aus dem Iran

Medienberichten zufolge soll bei zwölf Personen an Bord der Maschine Fieber festgestellt worden sein.

(Foto: Reuters)

Istanbul Die Türkei hat alle 132 Menschen an Bord eines aus dem Iran kommenden Flugzeugs wegen des Coronavirus für 14 Tage unter Quarantäne gestellt. Passagiere und Besatzung würden nun in einem eigens dafür vorbereiteten Krankenhaus in Ankara isoliert und auf das neuartige Virus getestet, teilte der türkische Gesundheitsminister Fahrettin Koca am Dienstag mit.

Bei den Passagieren handele es sich um türkische Bürger, die aus dem Iran mit einer Maschine von Turkish Airlines zurückgeholt worden seien. Der Flug mit der Flugnummer TK0879 aus Teheran hatte eigentlich in Istanbul landen sollen, war aber nach Ankara umgeleitet worden und am Nachmittag (Ortszeit) auf dem Flughafen der Hauptstadt im Bezirk Esenboga gelandet.

Medienberichten zufolge soll es den Verdacht auf Infektionsfälle an Bord gegeben haben. In einem Bericht des Portals „Airport Haber“ heißt es, bei mindestens 12 Passagieren sei hohes Fieber festgestellt worden. Ob die Passagiere vor dem Abflug in Teheran untersucht wurden, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest.

Schon am Wochenende hat die türkische Regierung beschlossen, die Landgrenzen zum Iran zu schließen. Die Maßnahme gilt sowohl für den Straßen- als auch für den Bahnverkehr und sei nach einem Austausch mit den iranischen Behörden angeordnet worden, heißt es aus dem Präsidialamt in Ankara. In einem Statement des Gesundheitsministeriums wird zudem erwähnt, dass derzeit türkische Staatsbürger aus dem Iran ausgeflogen würden.

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    „Für türkische Staatsbürger, die aus dem Iran in unser Land zurückkehren möchten, wurde eine spezielle Untersuchung organisiert“, erklärte Gesundheitsminister Fahrettin Koca am Dienstag. „Türkische Staatsbürger, die aus dem Iran in unser Land kommen, werden 14 Tage lang beobachtet.“ Unter Leitung des Gesundheitsministeriums würden die Passagiere im Flugzeug von Turkish Airlines unter der Aufsicht der Gesundheitsdirektion von Ankara und der Beamten des Ministeriums zurzeit untersucht.

    Die Aktien von Turkish Airlines, deren Maschine am heutigen Dienstag wegen der Verdachtsfälle umgeleitet worden war, fielen im Verlauf des Tages um 2,9 Prozent. Nach eigenen Angaben fliegt Turkish Airlines momentan nur nach Teheran und hat Flüge in andere iranische Städte aktuell gestoppt. Die private türkische Airline Pegasus hat alle Flüge in den Iran bis zum 11. März eingestellt.

    Im Kampf gegen eine Ausbreitung des Coronavirus im Iran fordert die Regierung in Teheran die Bürger auf, zu Hause zu bleiben. Das wäre besser für den Schutz der Menschen, erklärt das iranische Gesundheitsministerium. In den vergangenen 24 Stunden habe es 34 neue Infektionen gegeben, davon allein 16 in der Stadt Ghom.

    Laut der Nachrichtenagentur Irna bestätigten die Behörden zudem zwei weitere Todesfälle. Insgesamt sind 16 Menschen im Iran an dem Coronavirus gestorben und 95 infiziert. Auch der Vizegesundheitsminister Iradsch Harirchi ist laut der Nachrichtenagentur Bloomberg positiv getestet worden.

    Der Coronavirus breitet sich seit Ende Dezember, von der chinesischen Stadt Wuhan ausgehend, weltweit aus. Dort sind binnen kurzer Zeit mehrere Menschen an dem Virus erkrankt und einige gestorben. In Europa ist derzeit Italien am stärksten von der Epidemie betroffen. Die Zahl der Infektionsfälle stieg dort zuletzt auf mehr als 260. 34 Fälle wurden in der Lombardei registriert, sechs in der benachbarten Region Venetien und ein Fall auf Sizilien.

    Mehr: Handschlag und Küsschen sind tabu: So schützen sie sich vor dem Coronavirus.

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