Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Medienberichte Trump wusste angeblich schon seit 2019 von russischen Kopfgeldern für US-Soldaten

Russland soll Milizen in Afghanistan Kopfgelder für die Tötung von US-Soldaten versprochen haben. Der US-Präsident könnte davon schon länger gewusst haben.
30.06.2020 - 07:32 Uhr 3 Kommentare
Der US-Präsident hat sich seit Beginn seiner Präsidentschaft dafür eingesetzt, die Beziehungen zu Russland zu verbessern. Quelle: AP
Donald Trump

Der US-Präsident hat sich seit Beginn seiner Präsidentschaft dafür eingesetzt, die Beziehungen zu Russland zu verbessern.

(Foto: AP)

Washington Das Weiße Haus war schon zu Beginn des Jahres 2019 über Geheimdienstberichte informiert, wonach Russland den Taliban Kopfgelder für die Tötung von US-Soldaten versprochen haben soll. Das bestätigten hochrangige US-Beamte mit direktem Zugang zu den Informationen der Nachrichtenagentur AP. Dies ist ein Jahr früher, als bisher berichtet wurde.

Die „New York Times“ hatte zuvor von den Geheimdienstinformationen berichtet. Geheimdienstmitarbeiter hatten den Medienbericht der Nachrichtenagentur AP gegenüber bestätigt.

Alle Beteiligten wiesen die Vorwürfe jedoch zurück. Weder er noch sein Vize Mike Pence noch Stabschef Mark Meadows seien je über einen solchen Sachverhalt informiert worden, twitterte US-Präsident Donald Trump am Sonntag. Das russische Außenministeriums sprach von „Unsinn“, ein Taliban-Sprecher sagte, die Milizen wiesen die Anschuldigungen entschieden zurück.

Neuen Informationen der Nachrichtenagentur AP zufolge war dies jedoch in mindestens einem der täglichen schriftlichen Briefings für Trump enthalten. Der damalige Nationale Sicherheitsberater John Bolton sagte, Kollegen hätten Trump über die Einschätzung des Geheimdienstes im März 2019 unterrichtet. Er selbst lehnte einen Kommentar am Sonntag auf die Frage der Nachrichtenagentur AP ab, ob er selbst Trump gebrieft habe.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Am Sonntag hatte er in der NBC-Sendung „Meet the Press“ angedeutet, Trump tue unwissend, um zu rechtfertigen, wieso seine Regierung nicht auf den Bericht reagiert hat. „Er kann alles leugnen, wenn ihm niemals jemand etwas darüber mitgeteilt hat“, sagte Bolton.

    Sicherheitsberater bestreitet Gespräch mit Trump

    Die Nachrichtenagentur AP hatte am Sonntag ebenfalls berichtet, dass Besorgnis über russische Kopfgelder in einem zweiten schriftlichen Briefing für den Präsidenten in diesem Jahr enthalten gewesen seien, und der derzeitige Nationale Sicherheitsberater Robert O'Brien über die Sache mit Trump gesprochen habe. O'Brien bestreitet das.

    Während die Berichte überprüft wurden, habe die Regierung „Vorbereitungen getroffen, sollte die Situation Maßnahmen erfordern“, sagte O'Brien am Montagabend.

    Trump hat sich seit Beginn seiner Präsidentschaft dafür eingesetzt, die Beziehungen zu Russland und Präsident Wladimir Putin zu verbessern. Nach den neuen Erkenntnissen stellt sich die Frage, warum Trump keine Strafmaßnahmen gegen Moskau eingeleitet hat, während die Leben US-amerikanischer Militärangehöriger in Gefahr waren.

    Den anonymen Quellen zufolge wurden die Geheimdienstinformationen nicht als dringend eingeschätzt, da Russlands Einflussnahme in Afghanistan keine neue Entwicklung darstellte. Den Quellen zufolge enthielt Boltons Briefing keine Informationen, nach denen ein strategischer Plan oder eine Antwort gebildet werden konnte. Trotzdem war die Einschätzung über russische Kopfgelder der Grund des Treffens.

    Das Weiße Haus äußerte sich zunächst nicht auf Anfragen zum Bewusstsein über russische Provokationen im Jahr 2019. Zuvor hatte es mitgeteilt, Trump sei weder damals noch seitdem zu den Einschätzungen gebrieft worden, weil diese noch nicht verifiziert worden seien. Es ist jedoch ungewöhnlich, dass Geheimdienste ihre Informationen erst an die Regierungsspitze weitergeben, wenn es keinen Zweifel mehr daran gibt.

    Mehr: US-Senatoren wollen US-Truppenabzug aus Deutschland verhindern.

    • ap
    Startseite
    Mehr zu: Medienberichte - Trump wusste angeblich schon seit 2019 von russischen Kopfgeldern für US-Soldaten
    3 Kommentare zu "Medienberichte: Trump wusste angeblich schon seit 2019 von russischen Kopfgeldern für US-Soldaten"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Ich erinnere an die 5 Mrd-Newland-Dollar zum Umsturz in der Ukraine.

      Die Darin enthaltenen Scharfschützen-Honorare Für die etwa 40 Toten zur entscheidenden Eskalation ergeben eine ordentliche Pro-Kopf-Pauschale.

    • Natürlich wusste tanTrump von nichts, er ist dazu ja auch nicht in der Lage, das Thema ist viel zu komplex. Und wenn er es jemals gewußt hätte, hätte er es nach fünf Minuten wieder vergessen. Alzheimer is a bitch, aber es könnte noch ein nützlicher Haftantretungshinderungsgrund weden. Gilt natürlich weniger für seine Komplizen...

    • "Koennte gewusst haben" wenn es denn wahr waere. Die CIA hat eine sehr bluehende
      Phantasie und ein sehr gestoertes Verhaeltnis zur Wahrheit. Vielleicht ist das eine
      Methode, die sie selbst ausprobiert haben.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%