Konjunktur: „Eine ganze Batterie an Unsicherheiten“ – Investitionsstau in Unternehmen gefährdet den Wohlstand
Berlin. Es ist ein deutliches Alarmsignal, das der Chef des DIHK ins Land sendet. In einem Brief an die 79 Industrie- und Handelskammern (IHK) in Deutschland dämpft Martin Wansleben jeden Optimismus, dass die Wirtschaft schnell auf Wachstum schalten werde. „Die aktuellen Zahlen bestätigen diese Hoffnungen leider nicht“, heißt es in dem Schreiben, das dem Handelsblatt vorliegt.
Was Wansleben zu diesem Warnruf veranlasst hat, ist die Prognose von 3,5 Prozent. So sehr sollen die deutschlandweiten Ausrüstungsinvestitionen laut DIHK im Jahr 2022 wachsen, geht aus dem Schreiben hervor.
3,5 Prozent mögen auf den ersten Blick kein Grund zur Sorge sein. Tatsächlich ist dieser Wert aber besorgniserregend, weil mit einem erheblich stärkeren Anstieg gerechnet wurde.
2020 waren die Investitionen in Maschinen, Fahrzeuge und Ausstattung massiv eingebrochen, 2021 gab es nur ein leichtes Wachstum. Der Sachverständigenrat war daher für 2022 von einem Plus von sieben Prozent ausgegangen. Eine „robuste Ausweitung“ deute sich an, schrieben die Wirtschaftsweisen.