Wohnungsmarkt: So viel Miete zahlen Studenten und Berufsstarter in Deutschland
Berlin. Das Bündnis Soziales Wohnen fordert, dass der Neubau von Wohnungen in Städten mit Universitäten und Ausbildungszentren gezielt von der Politik gefördert wird. Zusätzlich seien steuerliche Anreize für Unternehmen notwendig, die Wohnungen für Auszubildende bauen.
Denn vor allem Berufsstarter, Studierende und Azubis treffe die „Härte der Wohnungsnot“, mahnte das Bündnis am Donnerstag in Berlin. Es stehe ein „Sozial-Drama“ auf dem deutschen Wohnungsmarkt bevor.
Das Bündnis, dem unter anderem der Deutsche Mieterbund, die Industriegewerkschaft Bau (IG Bau) und die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau angehören, warnte vor Konsequenzen auch für Unternehmen. „Wohnungsmangel und hohe Mieten sind Bremsklötze für die Wirtschaft“, sagte IG-Bau-Chef Robert Feiger. Wenn etwa Ausbildungsverträge nicht zustande kämen, weil Jugendliche sich das Wohnen an dem Ort, an dem ihr Wunsch-Ausbildungsbetrieb sei, nicht leisten könnten, „dann muss sich auf dem Wohnungsmarkt dringend etwas ändern“.
Wohnen bei den Eltern oder in der WG
Im „Sozialen Wohn-Monitor 2026“, den das Bündnis gemeinsam mit dem auf die Baubranche spezialisierten Forschungs- und Beratungsinstitut Pestel an diesem Donnerstag vorgestellt hat, heißt es: „Junge Menschen haben angesichts der Entwicklung der Angebotsmieten erhebliche Probleme bei der Versorgung mit angemessenem Wohnraum.“