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TarifstreitGewerkschaften drohen mit weiteren Warnstreiks

Kommt es zur Annäherung oder bleiben die Fronten hart? Der Tarifpoker um den öffentlichen Dienst der Länder geht weiter. Der Ausgang dürfte auch Patienten, Autofahrer oder Eltern angehen. 15.01.2026 - 04:01 Uhr Artikel anhören
Streikende Gewerkschaftler mit Verdi-Fahnen in Berlin: Die zweite Verhandlungsrunde soll am 15. und 16. Januar in Potsdam stattfinden. Foto: Britta Pedersen/dpa

Berlin. Im Tarifstreit um den öffentlichen Dienst der Länder drohen die Gewerkschaften mit einer Ausweitung der Warnstreiks. Bei weiterer Uneinsichtigkeit der Ländervertreter würden die Gewerkschaften ihre Aktionen in den nächsten Wochen „massiv ausweiten müssen“, sagte der Chef des Beamtenbunds dbb, Volker Geyer, der Deutschen Presse-Agentur. Verdi und die Länder-Arbeitgeber setzen die Gespräche heute in Potsdam fort.

Von weiteren Ausständen betroffen sein könnten nach Geyers Angaben etwa Unikliniken, Straßenräumdienste oder Tarifbeschäftigte in den Schulen. Die Länderseite forderte Geyer zur Vorlage eines Angebots bei der nun anstehenden zweiten Verhandlungsrunde auf. Ähnlich hatte sich auch Verdi-Chef Frank Werneke geäußert.

Verdi und der Beamtenbund dbb fordern für die mehr als 920.000 Tarifbeschäftigten sieben Prozent mehr Einkommen, mindestens aber 300 Euro mehr. Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) lehnt das als unbezahlbar ab. Betroffen sind mehr als zwei Millionen Beschäftigte, denn auf rund 1,3 Millionen Beamtinnen und Beamte wird der Abschluss in der Regel in den einzelnen Ländern übertragen. Nur Hessen hat einen anderen Tarifvertrag. 

Die zweite Verhandlungsrunde dauert bis Freitag. Mitte Februar wollen beide Seiten in Potsdam abschließend aufeinandertreffen. In Potsdam wollen nach Gewerkschaftsangaben hunderte Beschäftigte in Hörweite des Verhandlungshotels demonstrieren.

dpa
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