Chip-Ausrüster: ASML erhält Genehmigung für China-Exporte
Der niederländische Konzern darf den Angaben zufolge bis zum Jahreswechsel Maschinen, die auf der „DUV"-Technologie basieren, in die Volksrepublik liefern.
Foto: ReutersAmsterdam. Der Chip-Ausrüster ASML darf trotz geplanter Export-Beschränkungen einige seiner Produkte zunächst weiter nach China liefern. Die niederländische Regierung habe eine Ausfuhrgenehmigung erteilt, gab der weltweit führende Anbieter sogenannter Lithografie-Anlagen am Donnerstag bekannt. Diese werden dazu genutzt, um Leiterbahnen auf Computerchips zu brennen.
Der niederländische Konzern darf den Angaben zufolge bis zum Jahreswechsel Maschinen, die auf der „DUV"-Technologie basieren, in die Volksrepublik liefern. Das Kürzel steht für „Deep Ultraviolet“ und bezeichnet eine ältere Entwicklungsstufe. Zur Herstellung hochmoderner Chips für hochpreisige Smartphones oder andere Produkte hat ASML „EUV"-Maschinen im Angebot, die mit Hilfe von extrem ultravioletten Licht noch feinere Strukturen in Siliziumscheiben brennen können. Von Letzteren wurde bislang keine einzige nach China verkauft.
Mit der Begründung vor allem die militärische Modernisierung der Volksrepublik bremsen zu wollen, haben die USA den Export bestimmter Computerchips und Maschinen zu deren Herstellung eingeschränkt. Faktisch schnürt das auch der chinesischen Wirtschaft den Zugang zu modernsten Elektronikbauteilen ab.
Japan und die Niederlande schlossen sich als Heimatländer wichtiger Chip-Ausrüster dem Embargo an. „Unsere Kunden sind sich der Exportkontrollbestimmungen bewusst und wissen, dass es ab dem 1. Januar 2024 unwahrscheinlich ist, dass wir Exportlizenzen für den Versand an chinesische Kunden erhalten werden“, teilte ASML weiter mit.
Mehr: Chip-Ausrüster Süss Microtec holt neuen Chef von ASML.