Start-up SpotitEarly: Wie Hunde Krebs erschnüffeln können
Berlin. Bis zu 300 Millionen Riechzellen befinden sich in der Nase eines Hundes. Damit kann das Tier nicht nur besonders intensiv riechen. Ein Hund kann einen Geruch auch in seine einzelnen Moleküle zerlegen – ähnlich wie eine Dirigentin, die jedes Instrument im Orchester heraushört.
Das israelische Start-up SpotitEarly nutzt diese biologische Superkraft: Gemeinsam mit Künstlicher Intelligenz (KI) analysieren speziell trainierte Hunde Atemproben auf sogenannte VOCs. Das sind flüchtige organische Verbindungen, die der Körper bei Krebserkrankungen absondert.
Gegründet 2020, ist das Unternehmen bereits auf dem US-Markt aktiv. Im kommenden Jahr will SpotitEarly dort einen Heimtest anbieten: Nutzer müssen drei Minuten in eine Maske atmen, diese einschicken – den Rest übernehmen Hunde und KI. „Früherkennung ist nur einen Atemzug entfernt“, sagt Shlomi Madar, Geschäftsführer von SpotitEarly.
So arbeiten KI und Hunde zusammen
Die Tiere tragen Sensorwesten, während sie an den Proben schnüffeln. Erkennt ein Hund den „Geruch“ von Krebs, setzt er sich neben die Maske. Die KI analysiert Bewegungen, Herzschlag und Gestik des Tieres.