Omikron: Biontech-Chef erwartet Notwendigkeit von neuem Impfstoff
Der Impfstoffentwickler könnte das Corona-Vakzin an die Omikron-Variante anpassen.
Foto: dpaFrankfurt, Düsseldorf. Die Frage, ob und wann Covid-Impfstoffe an die neue, stark mutierte Omikron-Variante des Coronavirus angepasst werden müssen, sorgt weiterhin für Aufregung und Unsicherheit. Noch fehlen dazu die entscheidenden Daten, auch im Hinblick auf die mögliche Ausbreitung der neuen Variante. So hat Biontech-Chef Ugur Sahin jetzt auf einer Konferenz die Einschätzung geäußert, dass irgendwann voraussichtlich ein modifizierter Impfstoff erforderlich sein werde. Der Zeitpunkt dafür ist aus seiner Sicht aber noch offen.
„Ich glaube grundsätzlich, dass wir ab einem bestimmten Zeitpunkt einen neuen Impfstoff gegen diese neue Variante benötigen werden“, sagte Sahin laut Reuters am Freitag auf der Konferenz „Reuters Next“. Die Frage sei, wie dringend dieser benötigt werde.
Sahin erwartet danach, dass sich Omikron zu einer sogenannten Antikörper-Escape-Variante entwickeln wird. „Das bedeutet, dass diese Variante möglicherweise in der Lage ist, geimpfte Personen zu infizieren.“ Dies gelte auch für Genesene. Er bekräftigte zugleich aber auch die Einschätzung, dass Impfungen weiterhin bei allen Varianten vor schweren Covid-Erkrankungen schützen. Und Biontech könne bei Bedarf seinen Impfstoff relativ schnell anpassen.