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Big FourSchuldenabbau für Aufspaltung bei EY dauerte länger als geplant

Eigentlich wollte EY seine Beratungssparte abspalten und hatte dafür einen hohen Kredit aufgenommen. Die Rückzahlung hat offenbar deutlich länger gedauert als zunächst angenommen. 13.01.2025 - 11:10 Uhr Artikel anhören
EY: Die gescheiterte Aufspaltung des Konzerns kostete die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Millionen. Foto: REUTERS

Düsseldorf. Der Wirtschaftsprüfer EY hat die Schulden, die das Unternehmen für die Abspaltung seiner Beratungssparte aufgenommen hat, später zurückgezahlt als ursprünglich geplant. Einem Bericht der Financial Times zufolge sind von den Belastungen für „Projekt Everest“ zum Ende des Geschäftsjahres im vergangenen Juni 270 Millionen US-Dollar offen geblieben.

Insgesamt hat der Kreditrahmen für das missglückte Riesenprojekt 700 Millionen US-Dollar betragen. Einschließlich sonstiger Kredite beliefen sich die von EY im Laufe des Jahres gezahlten Zinsen auf insgesamt 74 Millionen US-Dollar und waren damit doppelt so hoch wie in den vorangegangenen zwölf Monaten.

In einem Vermerk zum Jahresabschluss, der beim Handelsregister des Vereinigten Königreichs hinterlegt wurde, heißt es, dass die dreijährige Fazilität schließlich nach dem Ende des Geschäftsjahres zurückgezahlt wurde. Eine mit der Angelegenheit vertraute Person sagte der Financial Times, die letzte Rückzahlung sei im Oktober erfolgt.

Ein radikaler, teurer und gescheiterter Plan

Das Projekt hätte die gesamte Branche radikal umgestaltet. Interessenskonflikte zwischen der Prüfungs- und der Beratungssparte wären verhindert worden, was das Wachstum beider hätte ankurbeln sollen. Der Plan scheiterte im April 2023, nachdem die EY-Führung in den USA ihn abgelehnt hatte.

Im Gegensatz zu typischen multinationalen Unternehmen ist EY ein Netzwerk von Partnerschaften in nationalem Besitz, die durch eine globale Betriebsgesellschaft verbunden sind, die die Strategie festlegt und gemeinsame Dienste verwaltet. Sie sitzt im Vereinigten Königreich, wird kostendeckend geführt und durch Abgaben der nationalen Mitgliedsfirmen finanziert.

Bevor „Projekt Everest“ gescheitert war, hatte das Unternehmen etwa 600 Millionen US-Dollar für die Planung ausgegeben. Der Jahresabschluss 2024 zeigt einen starken Rückgang der Ausgaben für Honorare, beispielsweise für Anwälte, die von 1,4 Milliarden US-Dollar im Jahr 2023 auf 972 Millionen US-Dollar sanken.

asw
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