Automation: So sparen Gebäude auch ohne Sanierung Energie
München, Berlin. Das Bürogebäude „Mergenthaler“ in Eschborn bei Frankfurt am Main direkt gegenüber der Deutschen Börse liegt im Trend: Es wurde nicht nur nachhaltig modernisiert, sondern auch komplett mit digitaler Infrastruktur ausgestattet.
„Dazu gehören die Integration von Sensoren für Temperatur, Luftqualität, Helligkeit und Raumbelegung“, sagt Tim Malonn, Geschäftsführer des zuständigen Projektentwicklers Wöhr + Bauer. Hinzu kommen Smart-Metering-Systeme sowie die Installation eines modernen Gebäude- und Raumautomationssystems, um den Energieverbrauch in Echtzeit zu messen.
Das Gebäude verbraucht nun nur noch so viel Energie wie unbedingt nötig. „Durch eine verbesserte Gebäudehülle sowie den Einsatz moderner Sensorik und digitaler Gebäudesteuerung in Verbindung mit Geothermie und Photovoltaik ist der Endenergiebedarf des Gebäudes jetzt 68 Prozent niedriger als der Referenzwert eines vergleichbaren Neubaus“, erläutert Malonn.
Digitale Tools zur Effizienzsteigerung gewinnen seit der Energiekrise an Bedeutung
Der Immobiliensektor spielt eine wichtige Rolle, wenn es um die Reduzierung des CO2-Ausstoßes geht. Laut Umweltbundesamt ist er in Deutschland für etwa 35 Prozent des Endenergieverbrauchs und für 30 Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich. Zudem sind nach Angaben des Bundesverbands der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) 63 Prozent der Heizungsanlagen hierzulande nicht effizient.