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Energie

Energiebranche Eon senkt wegen Coronakrise die Prognose – aber nur leicht

Der Energiekonzern erwartet für 2020 einen negativen Ergebniseffekt von 300 Millionen Euro - will aber mittelfristig davon wieder einen Teil wettmachen.
12.08.2020 - 08:07 Uhr Kommentieren
Der Energiekonzern hat im vergangenen Jahr Konkurrent Innogy übernommen. Seitdem ist er auf die Sparten Netz und Vertrieb fokussiert. Quelle: E.ON
Eon Zentrale in Essen

Der Energiekonzern hat im vergangenen Jahr Konkurrent Innogy übernommen. Seitdem ist er auf die Sparten Netz und Vertrieb fokussiert.

(Foto: E.ON)

Düsseldorf Die Coronakrise belastet inzwischen selbst das vergleichsweise stabile Geschäft von Eon - die Effekte halten sich aber in Grenzen. Wenn es keinen weiteren, einschneidenden Lockdown in einem der Kernmärkte geben wird, rechnet der Energiekonzern für das Gesamtjahr mit einem negativen Ergebniseffekt von 300 Millionen Euro.

Entsprechend senkte Eon die Prognose für das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) auf eine Bandbreite von 3,6 bis 3,8 Milliarden Euro. Bisher hatte die Prognose zwischen 3,9 und 4,1 Milliarden Euro gelegen. Der – um Sondereffekte bereinigte – Konzernüberschuss wird zwischen 1,5 und 1,7 Milliarden Euro erwartet – statt bisher 1,7 bis 1,9 Milliarden Euro.

Dabei ist der negative Effekt zu einem großen Teil nicht nachhaltig. 150 Millionen Euro entfallen auf das Netzgeschäft, weil Eon weniger mit der Durchleitung von Strom eingenommen hat. In der Regel billigen die Regulierungsbehörden den Netzbetreibern aber für eine Regulierungsperiode feste Erlöse zu. Eon ist deshalb zuversichtlich, einen „Großteil dieser Effekte“ im Netzgeschäft in den Jahren 2022 bis 2024 wieder aufholen zu können.

Ebenfalls mit 150 Millionen Euro belastet wird die zweite Sparte, der Vertrieb. Der Konzern musste einen Teil der Strommengen, die er eingekauft hatte und wegen des Lockdowns nicht absetzen konnte, wieder verkaufen – zu schlechteren Konditionen.

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    Insgesamt kommt die Energiebranche zwar sehr robust durch die Coronakrise, weil insbesondere der Stromverbrauch der privaten Haushalte auch in konjunkturellen Krisen stabil ist. Das hatten auch schon die Zwischenberichte von EnBW und Uniper gezeigt. Das Geschäft mit Großkunden aus Industrie und Gewerbe nahm aber ab, weil Fabriken und Geschäfte zeitweise geschlossen wurden. Auch Eon spürte das im Geschäft mit Großkunden.

    Dividende auf die Aktie soll steigen

    Die nicht wieder aufholbaren Belastungen aus der Corona-Pandemie beschränkten sich aber auf rund zwei Prozent des für 2020 erwarteten Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda), betonte Eon. Deshalb bestätigte der Konzern seine mittelfristigen Ziele. Auch die Ankündigung, die Dividende bis zur Ausschüttung für 2022 jährlich um fünf Prozent zu steigern, behält Eon aufrecht.

    „Alle unsere Geschäfte laufen trotz Covid-19 robust und reibungslos, die Auswirkungen der Pandemie konnten begrenzt werden und fallen bisher moderat aus“, sagte Vorstandschef Johannes Teyssen: „Das bestärkt uns darin, sowohl unsere mittelfristigen Ziele als auch unsere Dividendenpolitik in vollem Umfang zu bestätigen.“

    Eon ist zuversichtlich, dass die Effekte durch die Corona-Pandemie mit dem Zwischenbericht für das erste Halbjahr überwiegend bilanziell verarbeitet sind. In den ersten sechs Monaten sank das Ebit durch die Effekte auf rund 2,2 von 2,3 Milliarden Euro im Jahr zuvor. Der Überschuss verringerte sich auf 933 Millionen von 1,05 Milliarden Euro.

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