Autoindustrie: So fordert die steigende Inflation Hersteller und Zulieferer heraus
Die infolge des Chipmangels gut gefüllten Auftragsbücher der Autobauer werden 2023 abgearbeitet.
Foto: ImagoDüsseldorf, Stuttgart. Schon wieder Covid, schon wieder in China. Für die Autoindustrie hätte das neue Jahr kaum schlechter beginnen können. Die Aufhebung so gut wie aller Coronabeschränkungen lähmt Wirtschaft und öffentliches Leben in der Volksrepublik – und damit den wichtigsten Absatzmarkt für die deutschen Autobauer.
Die außer Kontrolle geratene Situation bleibt ein erhebliches Risiko für die deutschen Konzerne. BMW, Mercedes und Volkswagen erzielen rund ein Drittel ihres Umsatzes in China. Zudem stammen wichtige Bauteile und Rohstoffe von dort.
Die Wirtschaftsweise Ulrike Malmendier blickt daher mit Sorge auf die aktuellen Zustände in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt. „Die Lieferketten werden wieder einbrechen. Das dürfte die Preise für Rohstoffe und Vorprodukte wieder enorm in die Höhe treiben“, sagte sie zuletzt im Handelsblatt.
Alles in allem steht deutschen Autobauern und Zulieferern 2023 ein herauforderndes Geschäftsjahr bevor. Einige Probleme, beispielsweise der Chipmangel, lösen sich allmählich, andere hingegen kommen neu hinzu. Dazu zählen die steigende Inflation, weiterhin hohe Rohstoffpreise, die immer stärker werdende chinesische Elektroauto-Konkurrenz sowie der harte Wettbewerb im Zukunftsgeschäft mit dem vernetzten und automatisierten Fahren.