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E-MobilitätStellantis-Chef Carlos Tavares warnt vor einem „Blutbad“ in der Autobranche

Die Nachfrage nach E-Autos wächst langsamer als erwartet. Die Hersteller reagieren mit Preissenkungen. Das könnte die ganze Branche hart treffen, warnt Stellantis-Chef Tavares. 21.01.2024 - 13:39 Uhr

Paris. Stellantis-Chef Carlos Tavares warnt seine Branche davor, die Preise für Elektrofahrzeuge zu schnell zu senken. Die Hersteller riskierten ein „Blutbad“ bei den Margen, sagte der Chef des zweitgrößten europäischen Autokonzerns am Wochenende gegenüber der „Financial Times“. Zu Stellantis gehören insgesamt 14 Automarken, darunter Peugeot, Opel, Chrysler und Fiat.

Nur wenige Stunden zuvor hatte Konkurrent Ford in den USA angekündigt, die Produktion seines elektrischen Pick-ups F-150 Lightning aufgrund geringer Nachfrage zu reduzieren und Personal abzubauen. 1400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien betroffen. Zugleich würden 900 Beschäftigte für die Produktion von mit fossilen Brennstoffen betriebenen Fahrzeugen eingestellt, und 700 würden künftig wieder Verbrenner bauen statt Elektroautos.

Der F-150 ist der meistverkaufte Pick-up in den USA. Mit der Einführung der elektrischen Variante Lightning wollte der Hersteller 2022 seinen Elektroanteil deutlich steigern. Der Rückschlag hat darum Signalwirkung. Ford-Vorstandschef Jim Farley sieht zwar immer noch „eine glänzende Zukunft“ für Elektroautos, allerdings mit der Einschränkung: für „bestimmte Kunden“.

„Es ist ziemlich klar, dass sich die Akzeptanz von Elektrofahrzeugen verlangsamt hat“, sagte David Lefkowitz, Leiter des Bereichs Consumer Equities bei UBS Global Wealth Management, der Nachrichtenagentur Bloomberg. „Wir kommen jetzt in den Bereich des Marktes, in dem es etwas mehr Aufwand erfordert, den Markt zu durchdringen.“

Die UBS prognostiziert für Elektroautos in den USA ein Umsatzwachstum von elf Prozent. 2023 waren es noch 47 und 2022 noch 60 Prozent gewesen. 

Rückzug der Autovermieter

Auch General Motors und Tesla kalkulieren vorsichtiger, und der Autovermieter Hertz verkauft gerade 20.000 E-Fahrzeuge und kauft wieder Verbrenner. 

Es sei falsch, die Preise für Fahrzeuge zu senken, mit denen man ohnehin nur wenig Geld verdiene, betonte Stelltantis-Chef Tavares. Er räumte ein, dass die hohen Preise die Nachfrage weiter belasten dürften. Mit den Marken Jeep und Ram steht Stellantis in direkter Konkurrenz mit den US-Riesen Ford und General Motors.

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„Wenn man die Preise senkt und dabei die Realität der Kosten außer Acht lässt, ist das ein Wettlauf nach unten, der in einem Blutbad enden wird“, sagte er der „Financial Times“. Das versuche Stellantis zu vermeiden. Stellantis wolle 2024 eine Offensive in den USA starten.

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Tavares sieht laut dem britischen Medium in den Preissenkungen von Elektro-Pionier Tesla einen Grund für die Schwierigkeiten von Ford. „Ich kenne ein Unternehmen, das die Preise brutal gesenkt hat und dessen Rentabilität brutal eingebrochen ist“, sagte er. Wenn man das tue, werde es für die Zukunft sehr schwierig. Unternehmen, die ständig Geld verlören, würden zu potenziellen Konsolidierungszielen.

Bloo, am
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