Fintech: Klarna-Chef dürfte mit Börsengang zum Tech-Milliardär aufsteigen
Berlin. Finanzielle Stabilität ist dem Chef und Mitgründer des schwedischen Fintechs Klarna, Sebastian Siemiatkowski, immer schon wichtig gewesen. Das dürfte daran liegen, dass es dem Sohn polnischer Einwanderer vor allem als Kind und Jugendlicher genau daran mangelte. Sein Vater schlug sich mit Gelegenheitsjobs durch, und seine Mutter ging in Frührente.
Der Wunsch, bald besser dazustehen und ein Vermögen aufzubauen, treibt den 43-Jährigen bis heute an. Schnell war ihm klar, dass er selbst etwas Großes auf die Beine stellen wollte. Bereits als Jugendlicher las er die Autobiografien des britischen Virgin-Group-Gründers Richard Branson und des schwedischen Ikea-Gründers Ingvar Kamprad.
Mit 23 Jahren, noch vor Abschluss seines Studiums an der Handelshochschule Stockholm und nach einer Weltreise, startete er Klarna mit zwei Freunden. Noch heute ist das Fintech vor allem für seine Bezahlmethode bekannt: den Rechnungs- und Ratenkauf, im Fachjargon „Buy now, pay later“.
Am Mittwoch will Klarna in New York an die Börse gehen. Es ist der erste große Börsengang eines europäischen Technologieunternehmens an der Wall Street, seit der britische Chipdesigner Arm diesen Schritt vor zwei Jahren wagte.