1. Startseite
  2. Unternehmen
  3. Mittelstand
  4. Familienunternehmer
  5. Familienunternehmen: Jens Brenninkmeyer wird Chef des Investmentarms Bregal

FamilienunternehmenJens Brenninkmeyer wird Chef des Investmentarms Bregal

Die Eigentümerfamilie Brenninkmeijer wurde mit C&A groß. Nun rückt erneut ein Familienmitglied an die Spitze eines Geschäftszweigs, der noch viel vorhat.Anja Müller 13.01.2026 - 11:45 Uhr Artikel anhören
Jens Brenninkmeyer: Der bisherige Strategiechef wird künftig Bregal führen. Foto: Cofra

Düsseldorf. Der Investmentarm der Unternehmerfamilie Brenninkmeijer bekommt einen neuen Chef. Ab 1. Februar wird Jens Brenninkmeyer die Führung von Bregal Investments übernehmen. Bisher war er dort Strategiechef. Das erfuhr das Handelsblatt kurz vor der offiziellen Bekanntgabe.

Seit 2023 leitet Brenninkmeyer als Chief Strategy Officer die Weiterentwicklung der Plattformstrategie der Beteiligungsfirma. Er arbeitet künftig zwar von New York aus, doch die Investmentfirma ist weltweit aktiv, auch in Deutschland mit Sitz in München.

Nachdem Bregals CEO Alain Carrier vor einem Jahr zurückgetreten war, hatte Brenninkmeyer gemeinsam mit Lawrence Brenninkmeyer und dem Chef des Mutterunternehmens Cofra Group, Boudewijn Beerkens, an einer neuen Strategie gearbeitet. Die Sparte wurde dabei als Zentrum von insgesamt sieben Investmentplattformen aufgebaut.

Bekannt durch C&A

Bekannt wurde die Unternehmerfamilie durch die Gründung der Modekette C&A, benannt nach den Gründern Clemens und August Brenninkmeijer. In der weitverzweigten Familie existieren bis heute unterschiedliche Schreibweisen des Namens.

Heute betreibt C&A noch 1300 Filialen in Europa und beschäftigt etwa 25.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Seit mehr als einem Jahr wird auch C&A wieder von einem Mitglied der Unternehmerfamilie geführt: Edward Brenninkmeijer.

C&A: Die heutige Bekleidungsgruppe wurde 1841 von den Namensgeberm Clemens und August Brenninkmeijer gegründet, heute gibt es  1300 Filialen in 18 Ländern. Foto: dpa

Unter dem Dach der Holding Cofra ist die Unternehmerfamilie längst weit über C&A hinaus als Investor aktiv. Von etwa 2000 Familienmitgliedern gehören nur 50 bis 60 zum Kreis der Eigentümer. Sie bilden den sogenannten „Sneeker Kring“, benannt nach dem niederländischen Gründungsort Sneek.

Bis Mitte der 1990er-Jahre waren weibliche Familienmitglieder aus der Runde ausgeschlossen. Wer zu dem Kreis gehört, übernimmt häufig  auch selbst operativ Verantwortung – wie Jens Brenninkmeyer bei Bregal.

Er freue sich, die Rolle des CEO in einem für die Entwicklung von Bregal entscheidenden Moment zu übernehmen“, sagte Brenninkmeyer dem Handelsblatt. Der Betriebswirt studierte an der Georgetown University und in Harvard, startete seine Karriere anschließend bei der Investmentbank Goldman Sachs und leitete später die Fintech-Investmentstrategie der Investmentfirma Sixth Street.

Bregal will wachsen

Bregal ist eine 100-Prozent-Tochter der Cofra Group, die insgesamt Vermögenswerte von mehr als 35 Milliarden Euro verwaltet, darunter neben den eigenen Vermögenswerten auch das Kapital externer Investoren. Für diese hatte sich die Holding vor einiger Zeit geöffnet. Seit 2021 werden aktiv mögliche Investoren angesprochen, um die Diversifikation voranzutreiben und Mitstreiter im Kampf gegen den Klimawandel zu finden.

Der Investmentarm Bregal trägt mit seinen Beteiligungen im Wert von 19 Milliarden Euro am meisten zu den Vermögenswerten bei. Daneben gibt es die Immobilienfirma Redevco, die inzwischen deutlich mehr als die selbst genutzten Immobilien verwaltet, sowie die Vermögensverwaltung Anthos Fund & Asset Management.

Cofra-Chef Beerkens sagte dem Handelsblatt, dass es „ab 2026 unser Ziel ist, Wachstum und Diversifizierung zu beschleunigen“. Die Ernennung von Brenninkmeyer sei dabei zentral.

Boudewijn Beerkens: Der Chef der Cofra-Holding mit Sitz im schweizerischen Zug will die verwalteten Vermögenswerte verdoppeln. Foto: Cofra
Verwandte Themen
Europa
Goldman Sachs

Beerkens hatte bereits in mehreren Interviews gesagt, das verwaltete Kapital in den kommenden zehn Jahren verdoppeln zu wollen. Mehrere Gründe sprächen auch für die Diversifikation des Kapitals, etwa die höhere Risikostreuung und mehr Kraft im Kampf gegen den Klimawandel, sagte er der „NZZ“.

Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
remind.me
Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen
Anzeige
Homeday
Immobilienbewertung von Homeday - kostenlos, unverbindlich & schnell
Anzeige
IT Boltwise
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Presseportal
Direkt hier lesen!
Anzeige
STELLENMARKT
Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden
Anzeige
Expertentesten.de
Produktvergleich - schnell zum besten Produkt